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Nach Nokia-Übernahme: Microsoft soll über 5.800 Entlassungen planen

Microsoft plant laut internen Quellen den größten Stellenabbau seit vielen Jahren. Microsoft-Chef Satya Nadella hatte bereits angekündigt, dass der Konzern, um wieder erfolgreicher zu werden, interne Veränderungen brauche.
/ Achim Sawall
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Der neue Microsoft-CEO Satya Nadella (Bild: Brendan McDermid/Reuters)
Der neue Microsoft-CEO Satya Nadella Bild: Brendan McDermid/Reuters

Microsoft soll nach der Übernahme des Smartphone-Geschäfts von Nokia den größten Stellenabbau seit fünf Jahren planen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf informierte Kreise. Die Arbeitsplatzvernichtung könnte den Abbau von 5.800 Jobs im Jahr 2009 übertreffen. Details seien noch in der Planung, die Massenentlassungen könnten aber bereits in dieser Woche angekündigt werden.

Microsoft übernahm beim Kauf der Nokia-Sparte rund 30.000 Beschäftigte und hat jetzt eine Belegschaft von über 127.000 Menschen.

Betroffen seien die Nokia-Bereiche und Microsoft-Sparten, die sich mit Nokia überschneiden, aber auch Marketing und Entwicklung. Auch im Marketingteam der Xbox soll es Abbau geben.

Microsoft-Chef Satya Nadella hatte am 10. Juli in einer öffentlichen E-Mail an die Beschäftigten bereits angekündigt, dass der Konzern, um wieder erfolgreicher zu werden, interne Veränderungen brauche und Traditionen infrage stellen müsse. Ebenso, und das kündigt Nadella ausdrücklich an, werde es neue Firmenübernahmen geben. Microsoft soll Übernahmeverhandlungen mit der israelischen Firma Aorato führen, die Firewall-Software herstellt und von Accel Partners finanziert wird.

Die Entwicklerteams seien bisher meist aufgeteilt in Programmmanager, Entwickler und Tester, eine Trennung, die Nadella aufheben will. Entwickler sollen auch die Tests übernehmen und Bugs reparieren. Auf Nachfrage wollte sich Nadella am 10. Juli nicht zu einem möglichen Stellenabbau äußern. Der Konzern legt seinen Quartalsbericht am 22. Juli 2014 vor.


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