Nach Musks Twitter-Kauf: Nextcloud will alle Nutzer ins Mastodon-Fediverse bringen
Als Reaktion auf den Kauf von Twitter durch Elon Musk hat das Nextcloud-Unternehmen angekündigt(öffnet im neuen Fenster), seine Nextcloud Social genannte App künftig standardmäßig mit dem eigenen freien Kollaborationsserver auszuliefern. Damit erhalten theoretisch alle Nutzer einer Nextcloud-Instanz einen Zugriff auf das dezentrale sogenannte Fediverse mit dem bekannten Mastodon, das als freie Twitter-Alternative bereitsteht.
Zur Begründung schreibt Nextcloud: "Es ist unvernünftig und inakzeptabel, dass die Plattformen, auf denen Menschen kommunizieren, sich vernetzen und ihre Meinung äußern, in den Händen von Tech-Milliardären liegen. Kommunikation ist zu wichtig und sensibel, um von einigen wenigen kontrolliert zu werden."
Erstmals angekündigt hatte das Team die Arbeiten an Nextcloud Social vor etwa vier Jahren. Ursprüngliches Ziel war es, dass es damit Nutzern möglich sein soll, Inhalte und Kommentare aus der Weboberfläche von Nextcloud heraus direkt auf Mastodon zu posten. Anders als Twitter ist aber eben Mastodon keine zentrale proprietäre Instanz, sondern dann das Activity-Pub-Protokoll ein föderiertes dezentrales Netzwerk, das als Fediverse bezeichnet wird.
Wie bei anderen dezentralen Netzwerken ergibt sich für Nutzer damit das Problem, dass diese einen Host-Server ausfindig machen müssen. Mit der standardmäßigen Integration von Nextcloud Social in den Kollaborationsserver erübrige sich dies für potenziell mehrere zehn Millionen von Nutzern auf über 400.000 Nextcloud-Instanzen. Noch befindet sich die Social-App zwar in einem Alpha-Stadium, die Entwickler versichern aber, diese weiter ausbauen zu wollen. Bereits im Frühjahr dieses Jahres kündigte Nextcloud-Gründer Frank Karlitschek an(öffnet im neuen Fenster), dass Nextcloud "bedeutend" in die Entwicklung von Nextcloud Social investieren werde.
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