• IT-Karriere:
  • Services:

Nach Milliardenstrafe: Google will Android-Verträge offenbar anpassen

Wie angekündigt, will Google keine 4,34 Milliarden Euro wegen angeblichen Marktmissbrauchs bei Android zahlen. Doch die Auflagen der EU-Kommission bei den Hersteller-Verträgen will das Unternehmen offenbar umsetzen.

Artikel veröffentlicht am ,
Google hat großen Ärger mit der EU-Kommission wegen Android.
Google hat großen Ärger mit der EU-Kommission wegen Android. (Bild: Dado Ruvic/Reuters)

Google wehrt sich wie erwartet gegen die hohe EU-Strafe wegen Marktmissbrauchs beim Betriebssystem Android. Wie mehrere US-Medien berichteten, legte der Suchmaschinenkonzern kurz vor Ablauf der 90-Tage-Frist Widerspruch gegen eine Entscheidung der EU-Kommission von Juli 2018 ein. Nach dem Willen der EU-Kommission soll Google 4,34 Milliarden Euro Strafe zahlen, weil es seine marktbeherrschende Stellung durch das mobile Betriebssystem Android missbraucht hat.

Stellenmarkt
  1. ALBIS PLASTIC GmbH, Hamburg
  2. Bayerische Versorgungskammer, München

Google hatte demnach Smartphone-Herstellern und Mobilfunkanbietern über Jahre hinweg illegale Beschränkungen auferlegt, um seine Marktposition bei der mobilen Internetsuche und auf dem Browsermarkt zu sichern.

Vertragsbedingungen könnten sich ändern

Dem Wall Street Journal zufolge (Paywall) will Google jedoch keine "vorläufigen Maßnahmen" beantragen, um die Anwendung der Auflagen durch die EU-Kommission zu stoppen. Ohne weitere Einwände müsste Google daher bis Mitte Oktober die restriktiven Vertragspraktiken mit Geräteherstellern einstellen, die Brüssel in seiner Entscheidung kritisiert hatte. Diese drei Praktiken sind die "illegale Kopplung der Google-Suche und Browser-Apps", "illegale, an die exklusive Vorinstallation der Google-Suche geknüpfte Zahlungen" und die "illegale Behinderung der Entwicklung und des Vertriebs konkurrierender Android-Betriebssysteme".

Geschieht dies nicht, könnte die EU-Kommission eine weitere Strafe in Höhe von bis zu fünf Prozent des täglichen weltweiten Umsatzes des Mutterkonzerns Alphabet für jeden Tag der Nichteinhaltung verhängen.

Ein Google-Sprecher wollte demnach keine weiteren Angaben zum Inhalt des Widerspruchs machen. Stattdessen habe er auf einen Blogbeitrag verwiesen, in dem Google-Chef Sundar Pichai den Vorwürfen der Kommission widersprochen hatte.

Pichai zeigte sich uneinsichtig

In seiner Replik widersprach Pichai zentralen Ergebnissen der EU-Untersuchung: Smartphone-Hersteller seien gar nicht gezwungen, Google-Dienste mitzuliefern, "es steht ihnen frei, auch Apps von Wettbewerbern parallel zu unseren vorzuinstallieren." Laut EU-Kommission sagten Hersteller dagegen aus, sie verlören die Lizenz für Googles Play Store, wenn sie andere Browser als Google Chrome oder alternative Suchmaschinen auf ihren Geräten auslieferten.

Der EU-Kommission zufolge untersagte Google den Geräteherstellern zudem, gleichzeitig auch Modelle mit Android-Forks anzubieten. Als Beispiel führte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager das auf Android basierende FireOS an, das Amazon vergeblich versucht habe, an andere Gerätehersteller zu lizenzieren. Diese seien zwar interessiert gewesen, hätten aber stets mit Verweis auf die vertraglichen Beschränkungen durch Google abgelehnt. Daher gibt es derzeit nur Amazon-eigene Geräte mit FireOS auf dem Markt, dazu zählen die Fire-Tablets, ein FireOS-Smartphone gibt es nicht, nachdem Amazon vor Jahren mit einem eigenen Smartphone gescheitert ist.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-47%) 21,00€
  2. 58,48€ (PC), 68,23€ (PS4) 69,99€ (Xbox One)
  3. (-91%) 2,20€
  4. (u. a. Warhammer 40,00€0: Gladius - Relics of War für 23,79€, Aggressors: Ancient Rome für 17...

/mecki78 11. Okt 2018

Und deswegen muss Google zahlen. Damit Google nicht zahlen hätte müssen, hätte dieser...

elidor 11. Okt 2018

Manager denken immer kurzfristig, weil ihre Boni für kurzfristige Verbesserungen gezahlt...

genussge 11. Okt 2018

So meinte ich das auch. Das es den Store von Samsung gibt, weiß ich. Ist ja bei mir auch...


Folgen Sie uns
       


Oneplus 8 Pro - Test

Das Oneplus 8 Pro hat eine Vierfachkamera, einen hochauflösenden Bildschirm mit hoher Bildrate und lässt sich endlich auch drahtlos laden - wir haben uns das Smartphone genau angeschaut.

Oneplus 8 Pro - Test Video aufrufen
Materiejets aus schwarzem Loch: Schneller als das Licht?
Materiejets aus schwarzem Loch
Schneller als das Licht?

Das schwarze Loch stößt Materie mit einer Geschwindigkeit aus, die wie Überlichtgeschwindigkeit aussieht.
Ein Bericht von Andreas Lutter

  1. Oumuamua Ein ganz normal merkwürdiger interstellarer Asteroid

Horror-Thriller Unsubscribe: Wie ein Zoom-Film die Nummer 1 an der Kinokasse wurde
Horror-Thriller Unsubscribe
Wie ein Zoom-Film die Nummer 1 an der Kinokasse wurde

Zwei US-Filmemacher haben mit Zoom den Horror-Film Unsubscribe gedreht. Sie landeten damit sogar an der Spitze der US-Box-Office-Charts. Zumindest für einen Tag.
Von Peter Osteried

  1. Film Wie sich Science-Fiction-Autoren das Jahr 2020 vorstellten
  2. Alien Im Weltall hört dich keiner schreien
  3. Terminator: Dark Fate Die einzig wahre Fortsetzung eines Klassikers?

Mehrwertsteuersenkung: Worauf Firmen sich einstellen müssen
Mehrwertsteuersenkung
Worauf Firmen sich einstellen müssen

Wegen der Mehrwertsteuersenkung müssen viele Unternehmen in kürzester Zeit ihre Software umstellen. Alle möglichen Sonderfälle müssen berücksichtigt werden, der Aufwand ist enorm.
Von Boris Mayer

  1. Raumfahrt Vega-Raketenstart während Corona-Ausbruchs verschoben
  2. Corona Google und Microsoft starten Weiterbildungsprogramme
  3. Kontaktverfolgung Datenschützer kritisieren offene Gästelisten

    •  /