Abo
  • IT-Karriere:

Nach Milliardenstrafe: Google macht Vorschläge zu neuer Shopping-Suche

Die hohe Strafe der EU-Kommission hat Google offenbar zum Einlenken bewogen. Wie der US-Konzern die Suchmaschinenkonkurrenz nun weniger benachteiligen will, ist aber offen.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Am Google-Hauptsitz
Am Google-Hauptsitz (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

Die EU-Kommission hat nach eigenen Angaben fristgerecht Auskunft von Google erhalten, wie das US-Unternehmen die Auflagen zu seinen Produktanzeigen in Suchmaschinenergebnissen umsetzen will. Erste Informationen dazu seien eingegangen, teilte die Brüsseler Behörde am späten Dienstagabend mit. Google bestätigte am Mittwoch ein entsprechendes Schreiben. Weder das Unternehmen noch die EU-Kommission machten zum Inhalt nähere Angaben.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Berlin, München, Nürnberg, Rheinbach
  2. ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG, Kiel

Die EU-Wettbewerbshüter hatten Google Ende Juni mit einer Strafe in Höhe von 2,42 Milliarden Euro belegt, da das Internetunternehmen seine dominierende Position zum Schaden von Konkurrenten und Verbrauchern missbraucht habe. Google hatte die Entscheidung kritisiert. Dem Unternehmen droht wegen der missbräuchlichen Ausnutzung der Android-Dominanz bei Smartphones ebenfalls ein Bußgeld.

Hoher Gewinnrückgang im zweiten Quartal

Das Unternehmen hat noch bis Ende September Zeit, die beanstandeten Geschäftspraktiken zu ändern. Andernfalls kann die EU-Kommission weitere Strafzahlungen einfordern. Nach Angaben des Wirtschaftsdienstes Bloomberg könnte die Strafe fünf Prozent des täglichen Umsatzes für jeden Tag betragen, an dem die Auflagen nicht erfüllt werden.

Google kann laut Bloomberg die Entscheidung der EU-Kommission zwar vor Gericht anfechten, jedoch müssten die Auflagen schon vor einem Urteil erfüllt werden. Wie lange solch ein Verfahren dauern kann, zeigt das Beispiel des US-Chipherstellers Intel. Nachdem die EU-Kommission im Jahr 2009 eine Milliardenstrafe verhängt hatte, fällt Anfang September die endgültige Entscheidung in dem Fall.

Googles Konzernmutter Alphabet hatte im zweiten Quartal dieses Jahres wegen der Strafzahlung einen hohen Gewinnrückgang verbucht. Während der Gewinn im Vergleichszeitraum des Vorjahres 4,88 Milliarden US-Dollar betrug, war er mit 3,52 Milliarden US-Dollar im zweiten Quartal 2017 deutlich niedriger.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 274,00€
  2. 529,00€
  3. ab 369€ + Versand

Stepinsky 31. Aug 2017

Ich zitiere mal den älteren Golem Artikel zur Strafe: "Die für Wettbewerbspolitik...

Stepinsky 31. Aug 2017

Ich glaube nicht, dass es darauf hinaus läuft. Ich denke, sie müssen die...

Sharra 30. Aug 2017

Dann würde es nur noch Kritik hageln. Google hat sich an die Regeln zu halten. Ob diese...


Folgen Sie uns
       


AMD Ryzen 9 3900X und Ryzen 7 3700X - Test

Wir testen den Ryzen 9 3900X mit zwölf Kernen und den Ryzen 7 3700X mit acht Kernen. Beide passen in den Sockel AM4, nutzen DDR4-3200-Speicher und basieren auf der Zen-2-Architektur mit 7-nm-Fertigung.

AMD Ryzen 9 3900X und Ryzen 7 3700X - Test Video aufrufen
Endpoint Security: IT-Sicherheit ist ein Cocktail mit vielen Zutaten
Endpoint Security
IT-Sicherheit ist ein Cocktail mit vielen Zutaten

Tausende Geräte in hundert verschiedenen Modellen mit Dutzenden unterschiedlichen Betriebssystemen. Das ist in großen Unternehmen Alltag und stellt alle, die für die IT-Sicherheit zuständig sind, vor Herausforderungen.
Von Anna Biselli

  1. Datendiebstahl Kundendaten zahlreicher deutscher Firmen offen im Netz
  2. Metro & Dish Tisch-Reservierung auf Google übernehmen
  3. Identitätsdiebstahl SIM-Dieb kommt zehn Jahre in Haft

Projektorkauf: Lumen, ANSI und mehr
Projektorkauf
Lumen, ANSI und mehr

Gerade bei Projektoren werden auf Plattformen verschiedener Onlinehändler kuriose Angaben zur Helligkeit beziehungsweise Leuchtstärke gemacht - sofern diese überhaupt angegeben werden. Wir bringen etwas Licht ins Dunkel und beschäftigen uns mit Einheiten rund um das Thema Helligkeit.
Von Mike Wobker


    Ricoh GR III im Test: Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom
    Ricoh GR III im Test
    Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom

    Kann das gutgehen? Ricoh hat mit der GR III eine Kompaktkamera im Sortiment, die mit einem APS-C-Sensor ausgerüstet ist, rund 900 Euro kostet und keinen Zoom bietet. Wir haben die Kamera ausprobiert.
    Ein Test von Andreas Donath

    1. Theta Z1 Ricoh stellt 360-Grad-Panoramakamera mit Profifunktionen vor
    2. Ricoh GR III Eine halbe Sekunde Belichtungszeit ohne Stativ

      •  /