Nach Maßnahmen gegen Konten-Sharing: Erste Zahlen zur Reaktion der US-Abonnenten von Netflix

Direkt nach der Einführung der Zusatzgebühr für Konten-Sharing bei Netflix sind in den USA mehr neue Netflix-Abos abgeschlossen worden als sonst. Das geht aus Zahlen des Marktforschungsunternehmens Antenna(öffnet im neuen Fenster) hervor. Demnach wurden in den ersten beiden Tagen nach Einführung von Zusatzmitgliedschaften am 25. und 26. Mai 2023 jeweils rund 100.000 neue Netflix-Abos abgeschlossen.
Es gibt keine Angaben dazu, welche Netflix-Abos abgeschlossen wurden. Es ist also nicht klar, ob vor allem die neuen Netflix-Unterkonten gebucht oder vollwertige Netflix-Abos abgeschlossen wurden. Antenna machte keine Angaben dazu, wie sich die Buchung neuer Netflix-Abos ab dem 27. Mai 2023 entwickelt hat.
Laut Antenna erhöhte sich an den beiden Tagen auch die Rate an Kündigungen bestehender Netflix-Abos. Absolute Zahlen nennen die Marktforscher nicht. Sie geben aber an, dass die Menge der Kündigungen geringer ist als die Zahl der neu abgeschlossenen Abos. Netflix verweigerte vielen US-Medien einen Kommentar zu den Antenna-Zahlen.
Langfristige Entwicklung ist noch unklar
Die Zahlen von Antenna zeigen, wie Abonnenten auf die Maßnahmen von Netflix gegen Konten-Sharing reagieren. Wie sich das Ganze langfristig entwickelt, ist noch unklar. In einer Umfrage von Golem.de zum Netflix-Konten-Sharing gab eine Mehrheit an, das Netflix-Abo kündigen zu wollen, wenn die Zusatzgebühr eingeführt wird.
In Spanien haben laut Marktforschern rund eine Million Abonnenten ihr Abo von Netflix gekündigt; Spanien gehörte zu den ersten europäischen Ländern, in denen Netflix die Zusatzgebühr für Konten-Sharing getestet hatte. Netflix selbst veröffentlichte dazu bisher keine Zahlen.
Nach der Einführung der Zusatzmitgliedschaften unter anderem auch in Deutschland ist Netflix bemüht, bestehende Abonnenten nicht zu vergraulen und sichert zu, dass sie keine Kündigung ihres Abos befürchten müssen. In Deutschland kostet ein Netflix-Zusatzmitglied monatlich 4,99 Euro . Diese Unterkonten haben in Teilen nicht den gleichen Funktionsumfang wie ein vollwertiges Netflix-Abo .



