Nach Limux-Aus: München beschließt Open-Source-Präferenz für die Verwaltung

Trotz des abgewickelten Limux-Projekts will der Münchner Stadtrat nun wieder Open-Source-Software in der Verwaltung bevorzugen.

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München begibt sich erneut auf den Weg zu mehr Open Source in der Verwaltung.
München begibt sich erneut auf den Weg zu mehr Open Source in der Verwaltung. (Bild: Christof Stache/AFP via Getty Images)

Der Münchner Stadtrat hat unter Führung der Grünen und der SPD eine neue Open-Source-Strategie für die öffentliche Verwaltung der Stadt beschlossen. Demnach soll selbst erstellte Software künftig als Open-Source-Software erstellt und Open-Source-Angebote bei der Software-Beschaffung priorisiert werden, "wo immer technisch und finanziell sinnvoll", wie es im Beschluss (PDF) des Stadtrats heißt.

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Die Stadtratsmitglieder Judith Greif (Grüne) und Lars Mentrup (SPD) bezeichnen den Beschluss als Schritt hin zu digitaler Souveränität. Darüber hinaus setzte die Stadtverwaltung das Prinzip Public Money? Public Code! um. Unter diesem Motto fordert die Free Software Foundation Europe (FSFE) gemeinsam mit zahlreichen Kampagnenpartnern seit einigen Jahren, dass Software der öffentlichen Verwaltung für alle als Open Source verfügbar wird.

Laut Beschluss kann die Stadt München eben diese Kampagne jedoch nicht uneingeschränkt offiziell unterstützen, da die rechtlichen Voraussetzungen dafür durch die Stadt als Kommune nicht in allen Fällen selbst geschaffen werde könnten. Dennoch soll eben an diesem Ziel durch konkrekte Maßnahmen in der Verwaltung gearbeitet werden. So muss künftig etwa jede Eigenentwicklung der Stadt München, die nicht als Open Source erfolgt, begründet werden.

Umfassendes Konzept für Angestellte und Gremiumarbeit

Darüber hinaus will die Stadt verstärkt "in Gremien der kommunalen Spitzenverbände" ihr Vorgehen in Bezug auf Open Source einbringen und für den Ansatz werben, öffentlich finanzierte Software öffentlich zugänglich zu machen. Für die IT-Mitarbeiter der Stadt soll außerdem ein Schulungskonzept für die Nutzung und Erstellung von Open-Source-Code erstellt werden.

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Nach dem Aus des prestigeträchtigen Limux-Projekts in München und dem Wechsel zurück zu Windows und Microsoft-Produkten auf dem Desktop hatte sich der neue Stadtrat im vergangenen Jahr erneut dafür ausgesprochen, künftig wieder Open-Source-Software zu präferieren. Ein erstes Maßnahmenpaket dazu wurde im vergangenen Herbst vorgestellt. Der Strategiewechsel wurde von der Free Software Foundation Europe (FSFE) begrüßt.

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Tuxee 06. Mai 2021

Bist du des Wahnsinns fette Beute!? Das hieße ja, dass man gar nie auf MS zurück...

AynRandHatteRecht 06. Mai 2021

Eher umgekehrt. LibreOffice oder ein Universal-Office ist die absolute Hölle, weil nicht...

AynRandHatteRecht 06. Mai 2021

Korrekt. Aber wenn externe ihren Code inkl Tests als Open Source an die Stadt...

AynRandHatteRecht 06. Mai 2021

Verwaltungsprozesse müssen in Software abgebildet werden, auch der Prozess des...



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