Abo
  • Services:

Nach Kuba: USA betrieben weitere soziale Netzwerke

Offenbar haben mehrere US-Behörden in weiteren Ländern soziale Netzwerke gegründet und finanziert: In Dutzenden Staaten soll es ähnliche Programme wie das gescheiterte SMS-Netzwerk in Kuba gegeben haben - unter anderem in Pakistan und Afghanistan.

Artikel veröffentlicht am ,
US-Behörden haben in zahlreichen Ländern soziale SMS-Netzwerke aufgebaut, unter anderem in Pakistan.
US-Behörden haben in zahlreichen Ländern soziale SMS-Netzwerke aufgebaut, unter anderem in Pakistan. (Bild: USAID)

Die US-Regierung hat in weiteren Ländern der Welt soziale SMS-Netzwerke aufgebaut. Wie die New York Times berichtet, sprechen Regierungsvertreter von Dutzenden von Staaten, in denen Twitter-ähnliche Systeme aufgebaut wurden. Dazu zählen Länder mit angespannten politischen Beziehungen zu den USA, wie beispielsweise Pakistan und Afghanistan, und Staaten mit unruhigen politischen Situationen, wie etwa Kenia. In manchen Staaten wurde die Regierung in die Errichtung des Programmes eingeweiht, in einigen Fällen soll dies nicht der Fall gewesen sein. Ob bei manchen der Programme so deutlich wie in Kuba eine politische Einmischung gewollt war, ist noch unklar.

SMS-Netzwerke in Afghanistan und Pakistan

Stellenmarkt
  1. DATAGROUP Köln GmbH, Leverkusen
  2. BWI GmbH, München, Meckenheim

Die Netzwerke in Pakistan und Afghanistan sollen laut NY Times vom US-Außenministerium errichtet und finanziert worden sein, das Netzwerk in Kenia, wie das in Kuba, von der US-Behörde für Entwicklungszusammenarbeit USAID (United States Agency for International Development). Über das afghanische Programm ist wenig bekannt, das pakistanische SMS-Netzwerk Humari Awaz wurde hingegen von der damaligen Außenministerin Hillary Clinton 2009 angekündigt. Damals war lediglich von einer Unterstützung des Programms die Rede, nicht jedoch davon, dass das Netzwerk von US-Behörden initiiert wurde.

Humari Awaz sollte ähnlich wie Zunzuneo in Kuba als Vernetzungsplattform für Leute mit ähnlichen Interessen dienen. Zu Spitzenzeiten soll das Netzwerk von über einer Million Nutzern verwendet worden sein, die mehr als 350 Millionen Nachrichten abgeschickt haben sollen. Die Nutzer konnten dabei entweder ihren Namen angeben oder anonym bleiben. Die pakistanische Regierung soll vom US-Außenministerium ermutigt worden sein, den Dienst zu fördern. Humari Awaz gibt es mittlerweile nicht mehr, laut NY Times aus Kostengründen. Auch das afghanische SMS-Netzwerk wurde aus dem gleichen Grund eingestellt.

Kenianisches Netzwerk offizielles Programm von USAID

Das kenianische Netzwerk Yes Youth Can ist hingegen nicht besonders geheim: Es wird auf der Internetseite von USAID beworben. Mit Yes Youth Can sollen junge Menschen sich in Gruppen organisieren und sich für Wahlen registrieren. Laut NY Times machen US-Regierungsvertreter das Netzwerk mitverantwortlich für die ruhiger verlaufenden Wahlen in Kenia im Jahr 2013. Yes Youth Can gibt es aktuell immer noch, es soll bis 2015 von USAID mit insgesamt 55 Millionen US-Dollar finanziert werden.

Erstmals wurde das US-Engagement in sozialen Netzwerken im Ausland durch den SMS-Dienst Zunzuneo in Kuba bekannt. Wie Anfang April 2014 bekannt wurde, hatte USAID das Netzwerk auf der Karibikinsel installiert und wollte es für politische Zwecke nutzen. Nach und nach sollte politischer Widerstand geschaffen oder verstärkt werden. Im Sommer 2012 verschwand das Projekt plötzlich, es wurde ebenfalls aus Kostengründen eingestellt.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (heute u. a. Dockin Bluetooth-Lautsprecher)
  2. (heute u. a. Be quiet Silent Base 601 104,90€, Zyxel-Switch 44,99€)
  3. (Zugang für die ganze Familie!)
  4. 14,99€

DrWatson 28. Apr 2014

Was Protektionismus mit Kolonialismus zu tun hat verstehe ich ja noch, aber was hat das...

Llame 28. Apr 2014

Machs besser

Baron Münchhausen. 28. Apr 2014

Kann wer das auch bei den USA installieren ... ... Damit sie auch etwas Demokratie rein...

Toaster 28. Apr 2014

Du hast das System verstanden, meinen Glückwunsch! Übrigens ne tolle Möglichkeit, die EU...

nicoledos 27. Apr 2014

Im "Westen" ist das alles nicht so schlimm, russische Investoren sind gern gesehene...


Folgen Sie uns
       


Amazons Kindle Paperwhite (2018) - Hands on

Amazons neue Version des Kindle Paperwhite steckt in einem wasserdichten Gehäuse. Außerdem unterstützt der E-Book-Reader Audible-Hörbücher und hat mehr Speicher bekommen. Das neue Modell ist zum Preis von 120 Euro zu haben.

Amazons Kindle Paperwhite (2018) - Hands on Video aufrufen
Athlon 200GE im Test: Celeron und Pentium abgehängt
Athlon 200GE im Test
Celeron und Pentium abgehängt

Mit dem Athlon 200GE belebt AMD den alten CPU-Markennamen wieder: Der Chip gefällt durch seine Zen-Kerne und die integrierte Vega-Grafikeinheit, die Intel-Konkurrenz hat dem derzeit preislich wenig entgegenzusetzen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. AMD Threadripper erhalten dynamischen NUMA-Modus
  2. HP Elitedesk 705 Workstation Edition Minitower mit AMD-CPU startet bei 680 Euro
  3. Ryzen 5 2600H und Ryzen 7 2800H 45-Watt-CPUs mit Vega-Grafik für Laptops sind da

Campusnetze: Das teure Versäumnis der Telekom
Campusnetze
Das teure Versäumnis der Telekom

Die Deutsche Telekom muss anderen Konzernen bei 5G-Campusnetzen entgegenkommen. Jahrzehntelang von Funklöchern auf dem Lande geplagt, wollen Siemens und die Automobilindustrie nun selbst Mobilfunknetze aufspannen. Auch der öffentliche Rundfunk will selbst 5G machen.
Eine Analyse von Achim Sawall

  1. Stadtnetzbetreiber 5G-Netz kann auch aus der Box kommen
  2. Achim Berg "In Sachen Gigabit ist Deutschland ein großer weißer Fleck"
  3. Telefónica Bündelung von Bandbreiten aus 4G und 5G ist doch möglich

Neuer Kindle Paperwhite im Hands On: Amazons wasserdichter E-Book-Reader mit planem Display
Neuer Kindle Paperwhite im Hands On
Amazons wasserdichter E-Book-Reader mit planem Display

Amazon bringt einen neuen Kindle Paperwhite auf den Markt und verbessert viel. Der E-Book-Reader steckt in einem wasserdichten Gehäuse, hat eine plane Displayseite, mehr Speicher und wir können damit Audible-Hörbücher hören. Noch nie gab es so viel Kindle-Leistung für so wenig Geld.
Ein Hands on von Ingo Pakalski


      •  /