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Nach Klage von Musk: X legt Rechtsstreit um Werbeboykott bei

Unklar bleibt, worauf sich Elon Musk und die Werbeindustrie geeinigt haben. Trotz juristischer Niederlage gibt es einen Teilerfolg für X.
/ Friedhelm Greis
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Elon Musk erzielte mit der Klage einen Teilerfolg. (Bild: Xavier Collin/Image Press Agency/NurPhoto/Reuters)
Elon Musk erzielte mit der Klage einen Teilerfolg. Bild: Xavier Collin/Image Press Agency/NurPhoto/Reuters

Elon Musks Plattform X und die Werbeindustrie haben einen langjährigen Streit über einen Werbeboykott beigelegt. Das teilte die World Federation of Advertisers (WFA) am 30. Juli 2026 mit und fügte hinzu: "Damit wird das Verhältnis zwischen den beiden Organisationen neu definiert."

Musk warf nach der Übernahme von Twitter im Herbst 2022 abtrünnigen Werbekunden eine Verschwörung vor, die dazu diene, die Einnahmen der Plattform zu schmälern und konservative Stimmen zu zensieren.

Zudem kritisierte er die 2019 von der WFA gegründete Global Alliance for Responsible Media (Garm), die dazu dienen sollte, die digitale Sicherheit zu verbessern und schädliche Onlineinhalte zu beseitigen.

Garm sollte sicheres Werbeumfeld ermöglichen

Nach dem Einreichen der Klage im August 2024(öffnet im neuen Fenster) löste die WFA die Initiative auf, was als Erfolg für Musk gewertet werden kann. In der aktuellen Mitteilung heißt es: "Die WFA wird die Garm oder eine ähnliche Initiative weder gründen noch wieder ins Leben rufen." Der Werbeverband erklärte: "Die WFA und X stimmen völlig überein, dass Marken, Plattformen und Verbraucher gleichermaßen von Innovationen im Bereich der Markensicherheit profitieren werden."

Die Einigung kommt überraschend, da X den Prozess im März 2026 in erster Instanz klar verloren hatte. Nach Einschätzung der Richterin lag durch den Boykott kein Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht vor, da Verbraucher nicht geschädigt worden seien. Zwar ging X im April 2026 in Berufung(öffnet im neuen Fenster) (PDF), reichte bis dato jedoch keine Begründung dafür ein.

Neben der WFA bezog X Unternehmen wie Mars, Nestle, Lego oder Shell in die Klage ein. Inwieweit diese sich ebenfalls mit X geeinigt haben, ist unklar.


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