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Nach KI-Cyberangriff: Hugging Face stellt 100-Millionen-Dollar-Forderung an OpenAI

Der KI-Cyberangriff von OpenAI hat Folgen: Der Hugging-Face-CEO fordert nun radikale Transparenz sowie eine Investition in die Absicherung seiner Plattform.
/ Marc Stöckel
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Nach einem außer Kontrolle geratenen KI-Test von OpenAI stellt Hugging Face jetzt Forderungen. (Bild: Riccardo Milani / Hans Lucas / AFP via Getty Images)
Nach einem außer Kontrolle geratenen KI-Test von OpenAI stellt Hugging Face jetzt Forderungen. Bild: Riccardo Milani / Hans Lucas / AFP via Getty Images

Nach einem kürzlich bekanntgewordenen Cyberangriff, bei dem KI-Modelle von OpenAI bei internen Tests unerwartet die KI-Plattform Hugging Face attackiert hatten, stellt der Hugging-Face-CEO Clement Delangue nun Forderungen an den ChatGPT-Entwickler. Unter anderem erwartet er, dass OpenAI die Cyberabwehr seiner Plattform mit Rechenleistung im Wert von 100 Millionen US-Dollar unterstützt.

Delangue stattete OpenAI nach dem eingangs genannten Vorfall einen Besuch im Firmensitz des KI-Anbieters in San Francisco ab. Dort wollte er sich persönlich mit OpenAIs "abtrünnigen Agenten" unterhalten, wie er auf X erklärte(öffnet im neuen Fenster).

Ruf nach Transparenz und besserer Cyberabwehr

Zwei Tage später setzte Delangue einen weiteren X-Post(öffnet im neuen Fenster) ab, in dem er mehrere Forderungen stellte. Demnach erwartet der Hugging-Face-CEO von OpenAI "radikale Transparenz". Dieser Cyberangriff sei ein beispielloses Ereignis und verdiene daher auch eine beispiellose Reaktion. OpenAI solle alle mit dem Vorfall verbundenen Daten und Erkenntnisse offenlegen, damit die gesamte Community genau untersuchen könne, was passiert sei.

Zudem fordert Delangue von dem ChatGPT-Entwickler die Bereitstellung von Rechenleistung im Wert von 100 Millionen US-Dollar, "um der Hugging-Face-Community dabei zu helfen, leistungsstarke Cyberabwehrmaßnahmen mit den besten offenen und geschlossenen Modellen aufzubauen". Ob und inwieweit OpenAI diesen Forderungen tatsächlich nachkommen wird, bleibt abzuwarten.

OpenAI hat wohl tagelang nichts gemerkt

Hugging Face hatte schon am 16. Juli bestätigt, Ziel eines Cyberangriffs geworden zu sein. Wenige Tage später gestand OpenAI, hinter dem Vorfall zu stecken. Ursache war demnach ein interner Test, bei dem der ChatGPT-Entwickler eigene KI-Modelle auf ihre Cyberfähigkeiten hin untersuchte und dafür sogar gängige Sicherheitsbarrieren deaktivierte.

Die getesteten Modelle sollen dabei aus einer gesicherten Umgebung ausgebrochen und in die IT-Systeme von Hugging Face eingedrungen sein. Dort sollen sie nach Lösungen für Aufgaben gesucht haben, die ihnen mit dem Benchmarktool Exploitgym(öffnet im neuen Fenster) auferlegt worden waren.

Einem Bericht von Reuters(öffnet im neuen Fenster) zufolge begann der Angriff bereits am 9. Juli und lief über mehrere Tage hinweg. OpenAI soll davon über eine Woche lang nichts gemerkt haben. Als das Unternehmen auf den Vorfall aufmerksam wurde, soll das FBI schon informiert gewesen sein. US-Abgeordnete fordern inzwischen eine Art Kill Switch, mit dem Behörden außer Kontrolle geratene KI-Modelle bei Bedarf abschalten können.

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