Nach ISP-Blockaden: Urheberlobby will Sperren auf Betriebssystemebene
Die beiden Schweizer Nichtregierungsorganisationen Black Market Watch und die Global Initiative Against Transnational Organized Crime haben im Auftrag der schwedischen Film- und Fernsehindustrie in einem Bericht (PDF(öffnet im neuen Fenster)) Maßnahmen gegen illegales Filesharing und Streaming vorgeschlagen. Darunter findet sich auch die Möglichkeit zur Blockade der mutmaßlich illegalen Handlungen von Nutzern durch das eingesetzte Betriebssystem.
Der Bericht, auf den das Blog Torrentfreak.com(öffnet im neuen Fenster) zuerst hingewiesen hat, geht damit deutlich über die bisher geforderten und teils auch umgesetzten Maßnahmen hinaus, die von den Rechteinhabern und -verwaltern immer wieder ins Gespräch gebracht werden wie etwa Netzsperren durch die Provider oder das Beschlagnahmen von Domains.
Zentrale Position gegen Piraterie
Dem Maßnahmenkatalog zufolge hätten "die Hersteller der wichtigsten Betriebssysteme für Computer und mobile Geräte wie Apple, Google und Microsoft" ein großes Potenzial, um die Piraterie einzugrenzen. Die Nutzungsbedingungen von Windows 10 etwa enthalten bereits eine Klausel, die die Möglichkeit vorsehe, das Ausführen illegal kopierter Spiele zu verhindern.
Darüber hinaus sollten die Hersteller dazu ermutigt oder gar gesetzlich gezwungen werden, Downloads illegal kopierter Inhalte zu blockieren. Zudem sei das Land Schweden zwar sehr klein und wenig einflussreich, es könne aber beispielsweise durch die EU und oder andere internationale Organisationen auf derartige Änderungen hinwirken. Ähnliches gelte für die Rechteverwalter und deren internationale Industrievereinigungen.
Angaben zu konkreten technischen Maßnahmen, wie eine Blockade durch die Betriebssysteme umgesetzt werden könnte und wie etwa legale von illegalen Downloads unterschieden werden könnten, finden sich nicht in dem Bericht.
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