Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Nach Investitonen in KI: CEOs fürchten ausbleibende Gewinne

Eine Befragung von CEOs zu KI zeigt eine Verschiebung von der Angst, den Anschluss zu verlieren, dahin, sich rechtfertigen zu müssen.
/ Mike Faust
8 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Dataiku hat weltweit 900 CEOs zu KI befragt. (Bild: Thomas Fuller / SOPA Images via Reuters Connect)
Dataiku hat weltweit 900 CEOs zu KI befragt. Bild: Thomas Fuller / SOPA Images via Reuters Connect

Das französisch-US-amerikanische KI-Unternehmen Dataiku hat in seinem Global AI Confessions Report 2026(öffnet im neuen Fenster) CEOs zu ihrer Einstellung gegenüber KI befragt. Während im letztjährigen Bericht noch die Furcht im Vordergrund stand, den Anschluss zu verlieren, dominiert in diesem Jahr die Sorge, sich für den ausbleibenden Erfolg rechtfertigen zu müssen.

Für den Bericht wurden 900 CEOs weltweit (100 davon aus Deutschland) befragt, die in Unternehmen arbeiten, die einen Jahresumsatz von 500 Millionen US-Dollar oder mehr erwirtschaften. Dabei gaben 78 Prozent an, dass ihre Position gefährdet ist, wenn ihr Unternehmen bis zum Ende des Jahres 2026 keine messbaren Gewinne durch KI erzielt.

Den Angaben zufolge beeinflusst KI circa 40 Geschäftsentscheidungen pro Jahr. Rund die Hälfte der befragten CEOs gibt an, Menschen bei kritischen Entscheidungen die letzte Kontrolle zu überlassen und 80 Prozent verlangen regelmäßig Begründungen für KI-Empfehlungen.

Angst vor Fehlinvestitionen

Die Umfrage zeigt auch eine Verschiebung von der Befürchtung, zu geringe Investitionen in KI zu tätigen, hin zu Bedenken, in den falschen Anbieter investiert zu haben. Überinvestitionen in einen unübersichtlichen Markt sind für 65 Prozent der CEOs ein größeres Problem, als zu wenig Mittel für KI bereitzustellen.

Während 70 Prozent der CEOs angeben, die KI-Strategie primär voranzutreiben, sind nur etwa sechs Prozent in operative KI-Entscheidungen eingebunden. Diese Fragmentierung führe dazu, dass CEOs für Entscheidungen verantwortlich gemacht werden, die sie operativ nicht vollumfänglich kontrollieren, so der Bericht.

Die Führung und Kontrolle von KI-Projekten wird von 39 Prozent als wichtigster Faktor für den Erfolg eingestuft. Als großes Problem wird außerdem der Einsatz von Shadow AI angesehen, wobei 96 Prozent der CEOs davon ausgehen, dass Angestellte nicht genehmigte KI-Tools verwenden.

Regionale Unterschiede zeigen, dass der Druck durch Vorstände auf CEOs, unmittelbare Ergebnisse zu erwirtschaften, in den USA am höchsten ist. In Deutschland gehen CEOs besonders vorsichtig vor, wobei sich 58 Prozent der KI-Initiativen aufgrund regulatorischer Unsicherheiten verzögerten. In Japan zeigen CEOs das geringste Vertrauen in die tatsächliche Umsetzung von KI-Roadmaps und in den Vereinigten Arabischen Emiraten wird KI am stärksten als Gefahr für das eigene Vermächtnis wahrgenommen.


Relevante Themen