Nach Handyverkauf an Arbeitgeber: Keine Steuer für private Nutzung des Diensthandys

Das gilt auch, wenn das Handy vom Arbeitnehmer an den Arbeitgeber verkauft wurde, ganz gleich für welchen Preis, urteilte ein Gericht.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Wenn das Diensthandy auch privat genutzt werden darf...
Wenn das Diensthandy auch privat genutzt werden darf... (Bild: Pixabay)

Wenn Arbeitnehmer das Diensthandy auch privat nutzen dürfen, muss für diesen Vorteil keine Lohnsteuer gezahlt werden. Das gilt auch dann, wenn ein Beschäftigter ein zuvor privates Handy für nur einen Euro an seinen Arbeitgeber verkauft und dann als Diensthandy zurückbekommen hat.

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Auf ein entsprechendes Urteil des Finanzgerichts München (Az.: 8 K 2656/19) weist der Bund der Steuerzahler hin. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da die Revision noch läuft.

Das Finanzgericht München musste den Fall eines Arbeitnehmers beurteilen, der sein privates Telefon zunächst an den Arbeitgeber verkaufte und dann dienstlich nutzte. Beide Parteien schlossen dazu einen Kaufvertrag über das Gerät zum Preis von einem Euro ab. Der Arbeitgeber übernahm die gesamten Kosten des Mobilfunkvertrags und führte darauf keine Lohnsteuer ab, wie es bei Diensttelefonen üblich ist.

Finanzamt kritisiert symbolischen Preis für Handy

Im Rahmen einer Lohnsteueraußenprüfung kam es allerdings zum Streit mit dem Finanzamt. Denn die Prüfer sahen in dem Handyverkauf an den Arbeitgeber einen sogenannten Gestaltungsmissbrauch. Der symbolische Preis von einem Euro sei nicht üblich, lautete die Begründung.

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Aus diesem Grund verlangten die Prüfer rückwirkend Lohnsteuer auf die vom Arbeitgeber getragenen Kosten des Mobilfunkvertrags. Die dagegen gerichtete Klage hatte jedoch Erfolg: Für die Steuerfreiheit des Telefons sei die Kaufpreishöhe unerheblich, entschieden die Richter.

Revision des Finanzamts wurde zugelassen

Die vom Finanzamt eingelegte Revision wurde vom Bundesfinanzhof zugelassen (Az.: VI R 51/20). Nun muss höchstrichterlich beurteilt werden, ob der Verkauf eines Mobiltelefons an den Arbeitgeber zu einem geringen Kaufpreis eine missbräuchliche Gestaltung ist und deshalb auf die Kosten für die Handynutzung Lohnsteuer anfällt.

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"Dennoch können sich Steuerzahler auf das Urteil stützen", heißt es beim Bund der Steuerzahler. Wenn das Finanzamt das Diensttelefon in einem ähnlichen Fall nicht anerkennt, sollte dagegen Einspruch eingelegt und das Urteil aus München zur Begründung genannt werden.

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kevla 27. Aug 2021 / Themenstart

Hmm, naja, ich verstehe deine Sichtweise, man könnte es aber auch so sehen: Normales...

tom.stein 26. Aug 2021 / Themenstart

Nein, Geld ist ein Wertersatz. Man "müsste" kein Geld benutzten. Und jede Firma kann...

Dakkaron 26. Aug 2021 / Themenstart

Kann man denn Handyverträge weiterverkaufen? Das ist mir noch nie untergekommen. Und wenn...

Potrimpo 26. Aug 2021 / Themenstart

Und das würde dann das vom AG finanzierte Diensthandys....?

elknipso 25. Aug 2021 / Themenstart

Alles andere wäre ein schlechter Scherz. Von einem auch privat genutzten Firmenhandy...

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