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Nach Hackerangriff: Streamer verliert MS-Konto und 25 Jahre persönliche Daten

Ein Streamer erhebt schwere Vorwürfe gegen Microsoft: Nach einem Hackerangriff sei sein Konto dauerhaft gesperrt worden.
/ Peter Steinlechner
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Joshua Khane in einem seiner Twitch-Streams (Bild: Joshua Khane)
Joshua Khane in einem seiner Twitch-Streams Bild: Joshua Khane

Microsoft sieht sich erneut mit Kritik am Umgang mit gesperrten Benutzerkonten konfrontiert. Der niederländische Twitch-Spielestreamer Joshua Khane berichtet, dass sein Microsoft-Konto nach einem Hackerangriff dauerhaft geschlossen worden sei.

Dadurch habe er nicht nur den Zugriff auf seine Xbox- und PC-Spiele verloren, sondern auch auf den verknüpften Onedrive-Speicher mit persönlichen Daten aus rund 25 Jahren.

Auf X schildert Khane(öffnet im neuen Fenster), dass sich darunter unter anderem Familienfotos und andere Erinnerungen befunden hätten, die nicht anderweitig gesichert gewesen seien. Zudem habe er im Laufe der Jahre mehrere Tausend Euro für digitale Spiele und Inhalte ausgegeben, die an das betroffene Microsoft-Konto gebunden waren.

Als Beleg veröffentlichte der Streamer einen Screenshot einer E-Mail von Microsoft. Darin erklärt das Unternehmen, eine Untersuchung habe bestätigt, dass eine unbefugte Person Zugriff auf das Konto erhalten und die Sicherheitsinformationen verändert habe.

Aufgrund der geltenden Sicherheitsrichtlinien und des Microsoft-Servicevertrags könnten diese Änderungen jedoch nicht rückgängig gemacht werden. Das Konto sei deshalb dauerhaft geschlossen worden, um weiteren Missbrauch zu verhindern. Laut der Mitteilung ist diese Entscheidung endgültig.

Nach Angaben von Microsoft betrifft das auch die Inhalte des verknüpften Onedrive-Speichers. Wegen der eingesetzten Verschlüsselungs- und Datenschutzmechanismen könnten die Daten auch von Microsoft selbst nicht wiederhergestellt werden. Selbst bereits gekaufte Spiele wie Minecraft müssten gegebenenfalls mit einem neuen Microsoft-Konto erneut erworben werden.

Khane erfährt Unterstützung aus IT-Branche

Khane kritisiert diese Vorgehensweise scharf. Er könne nicht nachvollziehen, warum ein Unternehmen von der Größe Microsofts ein nachweislich kompromittiertes Konto nicht wiederherstellen könne, sondern stattdessen dauerhaft lösche.

Der Fall führt in den sozialen Netzwerken zu Diskussionen, unabhängig überprüfen lässt er sich bislang aber nicht. Auch Brancheninsider wie John Linneman(öffnet im neuen Fenster) (Digital Foundry) äußern sich kritisch über das Verhalten von Microsoft; Linnemann weist darauf hin, dass es bei Playstation vergleichbare Vorfälle gegeben habe.

Microsoft äußerte sich öffentlich nicht zu dem konkreten Fall. Grundsätzlich sind Microsoft-Konten heute eng mit zahlreichen Diensten wie Windows, Xbox, Microsoft 365 und Onedrive verknüpft. Geht der Zugriff verloren oder wird ein Konto dauerhaft geschlossen, kann das deshalb weitreichende Folgen haben.

Sicherheitsexperten empfehlen unter anderem eine Zwei-Faktor-Authentifizierung sowie regelmäßige Backups wichtiger Daten außerhalb von Clouddiensten, um das Risiko eines vollständigen Datenverlusts zu verringern.


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