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Nach Hackerangriff: Berliner Senat überrascht über Größe des IT-Systems

Nach einem Hackerangriff sind zwei Berliner Verwaltungen wieder am Netz. Es gibt jedoch weiter Verdachtsmomente für eine Infiltration.
/ Friedhelm Greis
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Der Berliner Senat wundert sich über die Größe seines IT-Netzes. (Bild: Hélène Rigny/Hans Lucas/AFP/Getty Image)
Der Berliner Senat wundert sich über die Größe seines IT-Netzes. Bild: Hélène Rigny/Hans Lucas/AFP/Getty Image

Die Berliner Senatsverwaltungen sind nach einem Hackerangriff wieder vollständig in das IT-Landesnetz angebunden. Das teilte der Berliner Senat am 23. August 2026 mit(öffnet im neuen Fenster). "Die forensischen Untersuchungen zur Absicherung des IT-Systems der Landesverwaltung dauern an und werden auch in den kommenden Wochen fortgesetzt", hieß es weiter.

Im Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses(öffnet im neuen Fenster) räumte der Staatssekretär für Digitalisierung, Florian Hauer, "strukturelle Defizite in der IT" ein. "Wir sind gefordert, diese so schnell wie möglich abzustellen und dafür auch notwendige Ressourcen zur Verfügung zu stellen", sagte er weiter.

Nach Angaben Hauers wurden in Berlin bereits im Jahr 2022 monatlich 1,2 Millionen Hackerangriffe abgewehrt, aber man könne sich nicht gegen jeden Angriff wehren. Der am 14. August 2026 entdeckte Angriff sei "ein sehr professioneller Angriff" gewesen, sagte Hauer.

Weiterhin Verdachtsmomente

Der eingerichtete Notfallstab tage weiterhin täglich. "Es gibt keine weiteren Hinweise, dass es noch eine Infiltration gibt, aber das ist eine Momentaufnahme. Es gibt weiter Verdachtsmomente", sagte Hauer und erläuterte das Vorgehen: "Wir gehen nach dem Muster vor, wenn wir irgendwo etwas entdecken, Verdachtsmomente haben, gehen wir auf das jeweilige System. Wenn sich dort die Verdachtsmomente erhärten, gehen wir dort in der Analyse die Tiefe immer weiter, um eben möglichst auszuschließen, dass es dort eben zu Beeinträchtigungen, zu einer Inkriminierung gekommen ist."

"Das Landesnetz, beziehungsweise das Landes-IT-System, ist sehr groß. Wir sind überrascht, wie groß es ist. Da lernen wir auch ständig hinzu", sagte der Staatssekretär.

Betroffen von dem Hackerangriff waren die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. Mit der erfolgten Einbindung in das Landesnetz stehen laut Senat wieder die in den Bezirken genutzten Fachverfahren grundsätzlich zur Verfügung. "Es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass es zu Beginn noch vereinzelt zu Beeinträchtigungen und Verzögerungen in den Arbeitsprozessen kommen kann", hieß es.

Beim Berliner Landesnetz (Bela) handelt es sich um ein Hochgeschwindigkeitsdatennetz für die Verwaltung. Es verbindet rund 600 behördliche und öffentliche Standorte über ein unterirdisches Glasfasernetz und wird vom ITDZ Berlin betrieben. Neben den Senatsverwaltungen sind die Berliner Polizei und Feuerwehr sowie Krankenhäuser angeschlossen.

Mit der erfolgten Anbindung stehen auch wieder die in den Bezirken genutzten Fachverfahren grundsätzlich zur Verfügung. Es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass es zu Beginn noch vereinzelt zu Beeinträchtigungen und Verzögerungen in den Arbeitsprozessen kommen kann.

Nachtrag vom 24. August 2026, 17:42 Uhr

Nach Angaben Hauers hatten es die Angreifer auf Geo-Daten abgesehen. Diese seien jedoch nicht sicherheitskritisch und über den Open-Data-Bereich abrufbar gewesen, sagte Hauer und fügte hinzu: " Also man hätte nicht dort so vorgehen müssen, um dort an diese Daten zu kommen." Was aber genau an Daten abgeflossen sei, könne er noch nicht sagen.

Nachtrag vom 24. August 2026, 19:37 Uhr

Wir haben den Artikel auf Basis des verlinkten Videos ergänzt.


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