Nach Hack: 320 GByte interne Daten von Fraunhofer-Institut im Darknet

Nach einem Ransomware-Angriff werden die erbeuteten Daten für 2 Millionen US-Dollar auf der Darknetplattform Industrial Spy zum Kauf angeboten.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Das Hauptgebäude des Fraunhofer-Instituts für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS in Halle.
Das Hauptgebäude des Fraunhofer-Instituts für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS in Halle. (Bild: Fraunhofer IMWS)

Das Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen (IMWS) in Halle ist gehackt geworden. Alle Systeme vor Ort seien umgehend vorsorglich vom Netz genommen und heruntergefahren worden, teilte ein Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA) am 4. Mai mit. "Es handelt sich nach derzeitigen Erkenntnissen um einen lokalen Vorfall, der allein das Fraunhofer IMWS betrifft."

Stellenmarkt
  1. Software Architekt Google Cloud Platform (m/w/d)
    operational services GmbH & Co. KG, Wolfsburg, Berlin, Frankfurt, Zwickau
  2. Mitarbeiter IT (m/w/d)
    Duo Collection Import Vertriebsgesellschaft mbH, Bad Zwischenahn
Detailsuche

Das Institut hat nach LKA-Angaben bereits umfassend reagiert und Vorkehrungen zur maximalen Schadensbegrenzung getroffen. Die Lage sei unter Kontrolle. "Es wurden nach aktuellem Kenntnisstand sowohl Daten entwendet als auch Daten verschlüsselt." Eine genaue Schadensgröße lasse sich aber aktuell noch nicht bestimmen.

Mit der Attacke sei eine "erpresserseitige Lösegeldforderung" einhergegangen, teilte das LKA mit. Der Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft habe eine solche Zahlung jedoch abgelehnt.

Erbeutete Daten werden im Darknet gehandelt

Die entwendeten Daten werden laut LKA bereits zum Verkauf angeboten. Einem Bericht des Nachrichtenportals Watson zufolge verlangen die Täter auf einem Marktplatz namens Industrial Spy im Darknet für 320 GByte Daten etwa 2,2 Millionen US-Dollar in der Kryptowährung Bitcoin. Laut den Informationen auf der Plattform hat der Angriff bereits am 14. April stattgefunden.

Golem Akademie
  1. Microsoft 365 Administration: virtueller Drei-Tage-Workshop
    01.-03.06.2022, Virtuell
  2. LDAP Identitätsmanagement Fundamentals: virtueller Drei-Tage-Workshop
    18.-20.07.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Der LKA-Sprecher ließ den Zeitpunkt des Angriffs offen. Auch über die mögliche Täterschaft wollte er nicht spekulieren. Er mahnte jedoch an, dass in Sachsen-Anhalt mittlerweile jedes dritte Unternehmen von Cyberkriminalität betroffen sei.

Die Fraunhofer-Institute bieten nach eigenen Angaben Forschungsdienstleistungen an. Sie arbeiten für Auftraggeber aus Wirtschaft und öffentlicher Hand. Das IMWS in Halle ist methodisch auf die Fachdisziplinen Materialwissenschaft und Werkstofftechnik ausgerichtet. Es gilt als Ansprechpartner für die Industrie und öffentliche Auftraggeber für alle Fragestellungen, die die Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen betreffen.

Die Arbeiten des Fraunhofer IMWS zielen darauf ab, Fehler und Schwachstellen in Werkstoffen, Bauteilen und Systemen auf der Mikro- und Nanoskala zu identifizieren, deren Ursachen aufzuklären und darauf aufbauend Lösungen für die Kunden anzubieten

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Peter1965 06. Mai 2022 / Themenstart

Wer es wirklich auf Spionage abgesehen hat, hat es in Deutschland viel leichter. Einfach...

Potrimpo 05. Mai 2022 / Themenstart

Hä?

Potrimpo 05. Mai 2022 / Themenstart

Wenn das echte Probleme sind? Herr Lehrer sie haben ein Fehler gemacht. Wie klein mag das...

katze_sonne 05. Mai 2022 / Themenstart

Kommt ganz auf die Daten an. Und eventuell gibt es ja auch "Profis", die daran...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Nordvpn, Expressvpn, Mullvad & Co
Die Qual der VPN-Wahl

Wer sicher im Internet unterwegs sein will, braucht ein VPN - oder doch nicht? Viele Anbieter kommen jedenfalls gar nicht erst in Frage.
Von Moritz Tremmel

Nordvpn, Expressvpn, Mullvad & Co: Die Qual der VPN-Wahl
Artikel
  1. Autoindustrie: Mit handgeknüpften Kabelbäumen gegen die Lieferkrise
    Autoindustrie
    Mit handgeknüpften Kabelbäumen gegen die Lieferkrise

    Der Krieg in der Ukraine unterbricht die Lieferkette bei den Kabelbäumen. Jetzt suchen Autohersteller nach neuen Produktionswegen.
    Von Wolfgang Gomoll

  2. Mobile Workstation: Neues Thinkpad P16 bekommt 157-Watt-Chip und vier RAM-Slots
    Mobile Workstation
    Neues Thinkpad P16 bekommt 157-Watt-Chip und vier RAM-Slots

    Mittels Alder Lake HX und viel Platz für weitere Hardware dürfte das Thinkpad P16 eine leistungsfähige Workstation in Notebook-Form sein.

  3. Homeoffice: Bastler baut Gestell für die liegende Büroarbeit im Bett
    Homeoffice
    Bastler baut Gestell für die liegende Büroarbeit im Bett

    Der Bildschirm über dem Kopf, die Tastatur hängt herab: Das Homeoffice aus dem Bett heraus funktioniert - mit Handwerk und Kreativität.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 jetzt bestellbar • Cyber Week: Bis zu 900€ Rabatt auf E-Bikes • MindStar (u. a. Intel Core i9 529€, MSI RTX 3060 Ti 609€) • Gigabyte Waterforce Mainboard günstig wie nie: 480,95€ • Razer Ornata V2 Gaming-Tastatur günstig wie nie: 54,99€ • AOC G3 Gaming-Monitor 34" 165 Hz günstig wie nie: 404€ [Werbung]
    •  /