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Nach Erdbeben: TSMC stoppt Chip-Produktion

Taiwan ist wieder einmal von einem stärkeren Beben erschüttert worden. Berichtet wird von 26 Verletzten, die Halbleiterfertigung steht vorerst still.
/ Johannes Hiltscher
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TSMCs Fab 18 in Tainan steht aktuell infolge eines Erdbebens still. (Bild: TSMC)
TSMCs Fab 18 in Tainan steht aktuell infolge eines Erdbebens still. Bild: TSMC

Taiwan ist in der Nacht von einem Erdbeben erschüttert worden, das der meteorologische Dienst des Landes mit einer Stärke von 6-(öffnet im neuen Fenster) auf der eigenen, siebenstufigen Skala angibt. Auf der Richterskala wird es mit einer Stärke von 6,4 angegeben. Das Beben ereignete sich um 00:17 Uhr Ortszeit in der zentralen Bergregion in der Gemeinde Dapu(öffnet im neuen Fenster) . Wie taiwanische Medien berichten(öffnet im neuen Fenster) , wurden Straßen durch Erdrutsche verschüttet, in Tainan stürzten zudem einige kleinere Gebäude ein.

Aktuell wird von 26 Verletzten berichtet, zudem sind in einem Dorf etwa 50 Menschen aufgrund einer blockierten Straße von der Außenwelt abgeschnitten. Wie bei stärkeren Beben üblich, evakuierte TSMC seine Werke in den betroffenen Regionen und hielt die Produktion an. Berichtet wird, dass aktuell die Fertigung in Tainan und Taichung stillsteht, hier befinden sich die Fabs 14, 15 und 18 sowie die Advanced Backend Fab 5. Auch die Fab 12A von UMC in Tainan dürfte den Betrieb eingestellt haben.

Für Tainan werden Erschütterungen mit einer Stärke zwischen 4 und 5- an der Küste und Richtung Landesinnerem angegeben, im weiter entfernten Taichung hingegen waren mit einer Stärke von 3 bis 4 lediglich leichtere Erschütterungen spürbar.

Abschaltungen sind Routine

Bei den Evakuierungen und Abschaltungen handelt es sich um Sicherheitsmaßnahmen , um das Personal nicht zu gefährden und Schäden an den Maschinen zu vermeiden. Letztere wurden 2016 von Taiwans Halbleiterherstellern nach einem starken Beben entwickelt, was zu einem längeren Produktionsausfall führte.

Da Taiwan auf dem pazifischen Feuerring(öffnet im neuen Fenster) liegt, wird die Insel regelmäßig von Erdbeben erschüttert. Wie auch nach dem letzten starken Beben Anfang April 2024 ist allerdings nicht mit größeren Schäden und damit einem längeren Produktionsausfall zu rechnen. Erfahrungsgemäß wird binnen weniger Tage, in denen die Maschinen überprüft und gegebenenfalls neu kalibriert werden, die Produktion wieder auf Normalniveau hochgefahren.


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