Nach Ende des Rechtsstreits mit Nokia: Amazon verkauft wieder alle Fire-TV-Modelle
Amazon verkauft die externen Streaminggeräte Fire TV Stick 4K sowie Fire TV Stick 4K Max wieder in Deutschland. Anfang dieser Woche legten Amazon und Nokia einen mehrere Monate laufenden Rechtsstreit um Patente bei . Nokia hatte Amazon den Vertrieb der Modelle Fire TV Stick 4K sowie Fire TV Stick 4K Max hierzulande gerichtlich untersagt .
Dadurch war es im zurückliegenden halben Jahr nicht möglich, die Produkte bei Amazon zu kaufen. In dieser Zeit waren die Fire-TV-4K-Modelle bei anderen Händlern weiterhin zu haben.
Bei beiden Fire-TV-Stick-Modellen gibt es vom Hersteller weiterhin keinen Hinweis auf die Werbefinanzierung der Produkte. Seit fast 1,5 Jahren zeigen die Fire-TV-Streaminggeräte beim Einschalten große Werbebotschaften auf dem Startbildschirm , die sich nicht abschalten lassen.
Beide Modelle zum Listenpreis
Mit dem wieder aufgenommenen Verkaufsstart werden beide Modelle zum Listenpreis angeboten. Der Fire TV Stick 4K(öffnet im neuen Fenster) kostet 70 Euro, den Fire TV Stick 4K Max(öffnet im neuen Fenster) gibt es für 80 Euro. Bei Verkaufsaktionen bietet Amazon die Produkte immer mal wieder zu reduzierten Preisen an.
Beide Modelle können 4K-Inhalte wiedergeben. Aus diesem Grund war der Verkauf für etwa ein halbes Jahr ausgesetzt worden. Das Max-Modell hat einen schnelleren Prozessor, mehr Speicher und eine Fernbedienung mit mehr Tasten und Funktionen. Weiterhin bietet Amazon keine der beiden Fire-TV-Stick-4K-Modelle gleich mit der Alexa-Sprachfernbedienung Pro an, die zwei frei belegbare App-Tasten sowie eine Tastenbeleuchung besitzt. Diese muss bei Bedarf dazu gekauft werden.
Amazon darf Nokia-Patente nutzen
Laut Patentvereinbarung zwischen beiden Unternehmen darf Amazon künftig die Nokia-Patente rund um Videotechnologie nutzen. Alle Rechtsstreitigkeiten zwischen den beiden Parteien wurden beigelegt. Das Verkaufsverbot bezog sich nur auf den Vertrieb neuer Geräte. Wenn Kunden bereits ein Fire-TV-Gerät hatten, konnten sie dieses ohne Einschränkungen weiter verwenden.
Amazon kritisierte damals die Höhe der Patentlizenzen Nokias: "Wir sind stets bereit, einen fairen Preis für Patentlizenzen zu zahlen, und haben mit einer Reihe von Unternehmen zusammengearbeitet, um Videopatente dieser Art zu lizenzieren. Nokia verlangt mehr als all diese Unternehmen zusammen und hat unser faires und branchenübliches Angebot abgelehnt."
Nokia freut sich, Amazon schweigt
Zur aktuellen Einigung gab es von Amazon auf Nachfrage keinen weiteren Kommentar. Arvin Patel, Chief Licensing Officer New Segments bei Nokia, sagte: "Wir freuen uns, dass wir eine Einigung über die Nutzung von Nokias Videotechnologien in Amazons Streaming-Diensten und -Geräten erzielt haben."
Beide Parteien vereinbarten, die Bedingungen der Vereinbarung vertraulich zu behandeln und keine Details zu nennen. Dazu gehören die finanziellen Bedingungen. Es ist also unklar, ob Nokia bei den Lizenzkosten nachgab oder Amazon doch zahlt, was verlangt wurde.
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