Nach DMCA-Beschwerden: Google löscht Piraterie-Links aus privaten Linksammlungen
Google scheint aus dem Index seiner Suchmaschine gelöschte Links neuerdings auch aktiv aus von Nutzern gespeicherten Linksammlungen zu entfernen. Wie aus einem Bericht von Torrentfreak(öffnet im neuen Fenster) hervorgeht, bezieht sich dies auf URLs, die das Unternehmen aufgrund von DMCA-Beschwerden (Digital Millennium Copyright Act) aus dem Suchindex entfernte, weil die darüber bereitgestellten Inhalte Urheberrechte verletzten.
Google entfernt gespeicherte Piraterie-Links
Dass Google rechtsverletzende Inhalte aus dem Suchindex entfernt, ist im Grunde nichts Neues. Der Konzern ist gesetzlich dazu verpflichtet, DMCA-Anträge zu bearbeiten und die damit beanstandeten Links zu entfernen, sofern sich dahinter tatsächlich Inhalte verbergen, welche die Rechte von Urhebern verletzen. Google verarbeitete auf diese Weise schon mehr als sieben Milliarden URLs .
Offenbar geht der Suchmaschinenbetreiber inzwischen aber noch einen Schritt weiter und greift auch in von Google-Nutzern gespeicherte Linksammlungen(öffnet im neuen Fenster) ein, um die rechtsverletzenden Links daraus zu entfernen. Das geht aus einem Beitrag auf Mastodon(öffnet im neuen Fenster) hervor, in dem ein Anwender einen Screenshot einer E-Mail teilte, mit der Google ihn auf die Entfernung einer URL aus seiner Sammlung hingewiesen hatte, da diese "gegen die Google-Richtlinien" verstoße.
Chrome-Lesezeichen sind (noch) nicht betroffen
Erwähnenswert ist, dass Google damit nicht die Lesezeichen im Webbrowser löscht, wenngleich der Konzern für über die Suche gespeicherte Links das gleiche Symbol verwendet. Stattdessen handelt es sich um die weniger häufig genutzte Speichern-Funktion der Suchmaschine(öffnet im neuen Fenster) , die über das Dreipunkt-Menü rechts neben den einzelnen Suchergebnissen erreichbar ist, und deren Inhalte mit dem angemeldeten Google-Konto verknüpft werden.
Ob Google zu einem späteren Zeitpunkt auch die Lesezeichen des hauseigenen Chrome-Browsers oder gar seinen eigenen DNS-Resolver auf diese Weise moderiert, bleibt vorerst ungewiss. Als gesichert gilt jedoch, dass sich aus dem Suchindex entfernte Links auch nachträglich nicht mehr bei "Google Gespeichert" eintragen lassen. Versuche von Torrentfreak, verschiedene von Google gelöschte URLs zu Youtube-Rippern oder Torrent-Seiten manuell bei dem Dienst zu speichern, seien gescheitert, hieß es.
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