Nach Dieselgate: VW baut Schnellladenetz in den USA
Die neue VW-Tocher Electric America will das Ladenetz für Elektroautos in den USA deutlich ausbauen. Dabei sollen Schnelllader mit bis zu 320 kW flächendeckend aufgestellt werden.
Im Zusammenhang mit der Einigung in der Dieselaffäre will der Volkswagen-Konzern in den nächsten Jahren ein US-weites Netz mit Schnellladestationen für Elektroautos aufbauen. Das geht aus einem "Nationalen Nullemissionsplan Runde 1" hervor, den VW veröffentlichte. Diese "Runde 1" ist Teil einer Vereinbarung mit US-Behörden und umfasst Ausgaben von 300 Millionen Dollar in den kommenden zwei Jahren. Insgesamt muss VW in den nächsten zehn Jahren 1,2 Milliarden Dollar für emissionsfreie Autotechnik investieren.
Von den ersten 300 Millionen Dollar will der Konzern 250 Millionen Dollar für Ladeinfrastruktur ausgeben. Jeweils weitere 25 Millionen Dollar sollen in Bildungsprojekte sowie in die Finanzierung der neuen US-Tochter Electric America fließen. Von den 250 Millionen Dollar sollen wiederum 40 Millionen Dollar für Ladestationen in elf Ballungsgebieten mit starker Nachfrage ausgegeben werden. Der Löwenanteil von 190 Millionen Dollar dient hingegen dem Aufbau eines US-weiten Schnellladenetzes.
Erste 320-kW-fähige Autos bis 2020
Dieses Netz soll den Planungen zufolge 240 Stationen in 39 Bundesstaaten umfassen, von denen 150 in den kommenden zwei Jahren fertiggestellt werden. Die Stationen sollen eine Gleichstromladung von mindestens 150 kW ermöglichen. Zudem sind einige Anlagen geplant, die eine Ladung mit 320 kW erlauben. Fünf deutsche Autohersteller, darunter die VW-Töchter Audi und Porsche, hatten im vergangenen November ebenfalls den Aufbau eines solchen Schnellladenetzes in Europa angekündigt.
Allerdings gibt es derzeit noch keine Autos, die ein superschnelles Laden mit mehr als 300 kW über den CCS-Standard (Combined Charging System) erlauben. Dem Plan zufolge will VW aus der Autoindustrie erfahren haben, dass " bis zum Jahr 2020 ein oder mehrere Fahrzeughersteller 320-kW-fähige Elektroautos verkaufen wollen". Electric America wolle daher "sorgfältig überlegen", wie viele der Stationen mit 150- bis 320-kW-Ladern ausgestattet werden sollten, heißt es. Zudem wolle man die Stationen so ausstatten, dass sie bis zum Ende der vierten Finanzierungsrunde, also bis 2026, entsprechend nachgerüstet werden könnten.
Eine Schnellladung mit bis zu 300 kW wäre ein wichtiger Durchbruch auf dem Weg zum konkurrenzfähigen Elektroauto. Ein Tesla Model S 90 könnte damit in gut 15 Minuten aufgeladen werden. Electric America zeigte sich zudem offen für Gespräche mit Autoherstellern, um eine Ladeleistung von mehr 320 kW zu erzielen. Allerdings müssten für den Einsatz solcher Systeme noch technische und finanzielle Hürden überwunden sowie Standards entwickelt werden.
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