Nach dem Transrapid: Hyperloop-Teststrecke wird eröffnet
Am 14. März findet an der Hochschule Emden/Leer(öffnet im neuen Fenster) die Einweihung eines voll ausgestatteten Testsystems für die Hyperloop-Technologie statt. In einem fast vollständigen Vakuum können darin Testschlitten mit der auch für den späteren Betrieb vorgesehenen Antriebstechnik bewegt werden.
Weil der Luftwiderstand fehlt, erscheinen Geschwindigkeit von 700 km/h realistisch, während der Energiebedarf für das Beschleunigen und Aufrechterhalten der Reisegeschwindigkeit gering ausfällt. Der dafür eingesetzte Linearmotor wird auch bei Magnetschwebebahnen verwendet.
Wiederbelebung der Teststrecke Emsland
So können auf nur 27 m alle nötigen Experimente für eine spätere Umsetzung der Technik auf die tatsächlich nötige Größe durchgeführt werden. Unter anderem ist das System geeignet, um annähernd ein Vakuum mit einem Druck von nur noch 0,1 Millibar zu erzeugen. Das ist ein Zehntausendstel des Normaldrucks.
Im nächsten Schritt soll die nur 70 km entfernte Transrapid-Teststrecke in Lathen im Emsland wiederbelebt werden. Auf 31 km Länge würde dann die größte Hyperloop-Versuchsanlage entstehen. Wobei wichtige Infrastruktur bereits vorhanden ist.
Unter Beteiligung weiterer Universitäten wie der ETH Zürich(öffnet im neuen Fenster) und der TU München(öffnet im neuen Fenster) sollen europäische Standards für den Einsatz von Hyperloops entwickelt werden.
Weiter Weg
Allerdings ist der Weg von 27 m hin zu einer brauchbaren Strecke zwischen zwei oder mehr Großstädten noch weit. Und nicht nur die möglichen Kosten sind ein Kritikpunkt.
Zwar wäre Fahren selbst extrem energiearm, aber die Aufrechterhaltung des extremen Unterdrucks wäre genau dies nicht. Zudem bedarf es weiterer technischer Lösungen für das sichere Besteigen und Verlassen der Bahn. Auch die Möglichkeit eines Nothalts bei 700 km/h in einer Vakuumröhre fast ohne Reibung dürfte Forscherinnen und Ingenieure noch länger beschäftigen.
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