Nach dem 9-Euro-Ticket: Verbraucherzentralen befürchten Preiserhöhungen im ÖPNV

Ende August läuft das 9-Euro-Ticket aus. Trotz zahlreicher Forderungen könnte ein Nachfolger am politischen Widerstand scheitern.

Artikel veröffentlicht am , Daniel Ziegener
Ramona Pop leitet seit Juli 2022 den Bundesverband der Verbraucherzentralen.
Ramona Pop leitet seit Juli 2022 den Bundesverband der Verbraucherzentralen. (Bild: VZBV)

Während das bundesweit geltende 9-Euro-Ticket für den öffentlichen Nahverkehr zum Ende des Monats ausläuft, wird weiter über eine mögliche Nachfolge diskutiert. Nun fordert auch die Vorständin des Bundesverbands der Verbraucherzentralen eine Fortführung. "Die Gefahr steht im Raum, dass nach einem Sommer, in dem man mit dem kostengünstigen, einfachen 9-Euro-Ticket den öffentlichen Nahverkehr nutzen konnte, ein Rückschlag im Herbst kommt: mit drastischen Preiserhöhungen aufgrund gestiegener Energiepreise", sagte Ramona Pop der Deutschen Presse-Agentur.

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Die Verbraucherzentralen schlagen dafür ein 29-Euro-Ticket vor. Ein solcher günstigerer Zugang zum ÖPNV sei "aus unserer Sicht Teilhabe und nicht Gratismentalität", so Pop. Mit der Aussage nimmt sie Bezug auf eine Aussage von Finanzminister Christian Lindner von der FDP, der eine weitere staatliche Subventionierung der ÖPNV-Nutzung als "Gratismentalität à la bedingungsloses Grundeinkommen" bezeichnete. Pop wiederum sagte, das 9-Euro-Ticket habe gerade Menschen mit niedrigem Einkommen eine verstärkte Nutzung des ÖPNV ermöglicht.

Pop betont auch, dass das 9-Euro-Ticket den "Tarifdickicht der unterschiedlichen Verkehrsverbünde oder Regionen" vereinfacht habe. "Es ist wichtig, dass beides beibehalten wird: Ein kostengünstiges und einfaches Modell und dass man bundesweit damit fahren kann", sagte Pop. "Es wäre sehr schade, die Menschen hier zu enttäuschen, die das wirklich sehr ausführlich genutzt haben in den letzten Monaten."

Das 9-Euro-Ticket war im Juni 2022 gestartet, bereits nach einem Monat waren 31 Millionen Tickets verkauft. Laut Erhebungen von Tomtom ließ sich auch eine positive Auswirkung auf den Verkehr in Großstädten erkennen. Über eine Fortsetzung wird politisch trotz des Erfolgs gestritten. Die Grünen schlagen ein 29-Euro-Ticket vor, einzelne Bundesländer wie Niedersachsen überlegen bereits eine Fortsetzung ohne Unterstützung des Bundes.

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