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Nach Cyberangriff: Toyota Financial Services informiert Kunden über Datenleck

Die Toyota Financial Services war im November Ziel eines Cyberangriffs geworden. Erste betroffene Kunden haben inzwischen Post erhalten.
/ Marc Stöckel
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Toyota informiert Kunden nach einem Ransomwareangriff über ein Datenleck. (Bild: Brandon Bell/Getty Images)
Toyota informiert Kunden nach einem Ransomwareangriff über ein Datenleck. Bild: Brandon Bell/Getty Images

Nachdem die Toyota Financial Services (TFS), Tochtergesellschaft des bekannten japanischen Fahrzeugherstellers Toyota Motor Corporation, im vergangenen Monat Ziel einer Ransomware-Attacke wurde, informiert das Unternehmen seine Kunden inzwischen über die daraus resultierende Datenschutzverletzung.

In dem von Heise Online veröffentlichten(öffnet im neuen Fenster) Schreiben erklärt das Unternehmen, es habe zusammen mit einem führenden Cybersicherheitsunternehmen umgehend interne Untersuchungen eingeleitet, nachdem ungewöhnliche Aktivitäten im Netzwerk der Toyota Kreditbank GmbH festgestellt worden seien.

Nach dem derzeitigen Stand der noch andauernden Untersuchungen seien personenbezogene Daten wie vollständige Namen und Postleitzahlen sowie "unter Umständen weitere Vertragsinformationen" betroffen. Zu Letzteren zählt Toyota die jeweilige Vertragshöhe, einen eventuellen Mahnstatus und die Iban des Kunden. Sofern das Unternehmen feststelle, dass weitere personenbezogene Daten betroffen seien, werde es erneut darüber informieren.

Medusa griff vermutlich über Citrix Bleed an

Erst Mitte November hatte die Ransomwaregruppe Medusa die TFS einer Liste von angegriffenen Organisationen auf ihrer Datenleck-Seite hinzugefügt und behauptet, eine Reihe von Daten von der Toyota Financial Services in Deutschland abgegriffen zu haben. Die Angreifer forderten dort ein Lösegeld in Höhe von 8 Millionen US-Dollar, zu zahlen innerhalb von 10 Tagen.

Zu den erbeuteten Daten zählen laut Bleeping Computer(öffnet im neuen Fenster) unter anderem Finanzdokumente, Tabellenkalkulationen, Einkaufsrechnungen, gehashte Kontopasswörter, Benutzer-IDs und Passwörter im Klartext, Verträge, Ausweis-Scans, interne Organigramme, finanzielle Leistungsberichte und E-Mail-Adressen von Mitarbeitern.

Wie genau die Angreifer in Toyotas IT-Systeme eindringen konnten, ist bisher wohl nicht abschließend geklärt. Der Sicherheitsforscher Kevin Beaumont teilte allerdings auf X einen Screenshot, in dem ersichtlich war, dass die in Köln ansässige Toyota Kreditbank GmbH ein Citrix Gateway in Betrieb hatte, das zum Zeitpunkt des Angriffs noch nicht gegen die bereits mehrfach ausgenutzte Schwachstelle Citrix Bleed gepatcht war. Der zugehörige X-Post(öffnet im neuen Fenster) wurde allerdings inzwischen gelöscht.


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