Nach Brandanschlag: Tesla-Fabrik wieder ans Stromnetz angeschlossen

Schneller als erwartet hängt Teslas Gigafactory in Grünheide wieder am Netz. Nun kann die Produktion wieder hochgefahren werden.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Abschließende Montagearbeiten an dem beschädigten Strommast
Abschließende Montagearbeiten an dem beschädigten Strommast (Bild: Edis)

Nach einem Anschlag auf die Stromversorgung beim US-Autohersteller Tesla in Grünheide bei Berlin ist die Gigafactory wieder am Netz. Die Reparaturarbeiten hätten deutlich früher als zunächst angenommen beendet werden können, teilte der zuständige Netzbetreiber Edis am Abend des 11. März 2024 mit. Tesla hatte zuvor damit gerechnet, dass die Produktion wegen des Stromausfalls noch bis Ende der Woche stillsteht.

Mithilfe eines Resonanzgenerators unterzogen demnach die Techniker im Laufe des Tages die neu errichtete Anlage einem Spannungstest. "Dabei haben zertifizierte Prüf-Ingenieure über insgesamt 4 Stunden das Zusammenwirken aller Hochspannungskomponenten auf der Baustelle bei Steinfurt in einem sehr aufwendigen Verfahren unter Hochspannung – und damit unter realen Bedingungen, ausgiebig getestet", teilte Edis weiter mit.

Nach Abschluss der Prüfung habe um 20:45 Uhr die entscheidende Schaltung in der Edis-Netzleitstelle erfolgen können, die sowohl die Tesla-Fabrik als auch das benachbarte Logistikzentrum Freienbrink wieder zurück ans Netz genommen habe. "Seitdem ist die Wiederversorgung hergestellt", hieß es.

Der Netzbetreiber hatte in den vergangenen Tagen rund um die Uhr daran gearbeitet, die Stromversorgung wiederherzustellen. Doch damit ist der Schaden durch den Brandanschlag noch nicht beseitigt. Nun stehen laut Edis "die umfangreichen und zwischenzeitlich bereits gestarteten Reparaturarbeiten an der eigentlichen Schadensstelle, dem Kabelendmast, im Vordergrund".

Vor rund einer Woche hatten bisher unbekannte Täter auf einem Feld Feuer an einem frei zugänglichen Strommast gelegt, der auch für die Versorgung der Tesla-Fabrik zuständig ist. Die Produktion in dem Autowerk kam zum Erliegen. Die linksextreme Vulkangruppe erklärte, sie sei für den Anschlag verantwortlich.

Die Attacke auf einen frei zugänglichen Strommast, der auch die Autofabrik versorgt, hatte eine breite Debatte über einen besseren Schutz für Energienetze in Deutschland ausgelöst. Tesla-Werksleiter André Thierig gab den Schaden am vergangenen Dienstag mit Hunderten Millionen Euro an. Er ging zu jenem Zeitpunkt von einem Ausfall nur bis etwa Sonntag aus.

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