Nach Bosch-Ausstieg: Schwarz Gruppe erhöht Anteile an KI von Aleph Alpha

Die Schwarz Gruppe (Lidl und Kaufland) wird die Anteile von Bosch Ventures an dem Heidelberger KI-Unternehmen Aleph Alpha übernehmen. Das gab der Konzern am 28. Januar 2026 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Aleph Alpha bestätigte auf Anfrage von Golem den Ausstieg von Bosch Ventures. Die Schwarz Gruppe sei seit Langem ein "wichtiger strategischer Investor, Technologieanwender und Geschäftspartner" .
Schwarz und Bosch hatten sich im November 2023 in einer 500-Millionen-Euro- Finanzierungsrunde an Aleph Alpha beteiligt . Schwarz besitzt durch den Kauf der 14 Prozent von Bosch jetzt 28 Prozent an Aleph Alpha. Aleph Alpha konnte im milliardenschweren Wettstreit mit den USA und China nicht mithalten. Statt ein eigenes Sprachmodell zu entwickeln, verlegte das Unternehmen den Fokus auf eine Orchestrierungsplattform für KI.
Aleph Alpha hat seine Ziele zurückgenommen
"Wir brauchen starke deutsche KI-Player, sonst riskieren wir unsere wirtschaftliche Kraft" , sagte Rolf Schumann, Co-CEO von Schwarz Digits. "Deshalb müssen wir vielversprechende Unternehmen mit Aufträgen und Investitionen unterstützen. Wir wünschen uns, dass noch mehr Unternehmen diesen notwendigen Schritt für Wirtschaft und Gesellschaft mitgehen."
Gemeinsam mit Aleph Alpha bietet Schwarz Digits Pharia AI auf Stackit an. Aleph Alpha nennt(öffnet im neuen Fenster) Pharia AI "ein souveränes Betriebssystem für generative KI-Anwendungen in Unternehmen und der Verwaltung" . Pharia AI ermögliche es, Modelle für individuelle Bedürfnisse zu trainieren.
Die Unternehmen der Schwarz Gruppe setzen nach eigenen Angaben die Aleph-Alpha-Technologie bei der Vertragserstellung, beim Screening von Gesetzestexten und zum Vergleich von Vertragsunterlagen ein. Außerdem wollen sie komplexe Arbeitsabläufe in sensiblen Umgebungen durch Agenten automatisieren.



