Nach Börsengang: Lucid plant Konkurrenz für Teslas Model 3

Der Elektroauto-Hersteller Lucid ist über eine andere Firma an die Börse gegangen. Nach ersten Luxusmodellen will er auch den Massenmarkt bedienen.

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Der Lucid Air soll gegen Ende 2021 auf den Markt kommen.
Der Lucid Air soll gegen Ende 2021 auf den Markt kommen. (Bild: Lucid Motors)

Der US-amerikanische Elektroautohersteller Lucid Motors will wie der Konkurrent Tesla auch in den Massenmarkt einsteigen. "Die Welt braucht dringend Autos im Wert von 25.000 US-Dollar", sagte Firmenchef Peter Rawlinson der Nachrichtenagentur Reuters. In Kooperation mit einem anderen Unternehmen könne in den kommenden drei bis vier Jahren ein Auto in dieser Preisklasse hergestellt werden. Im vergangenen Monat hätten sich sechs bekannte Autohersteller an ihn gewandt und Interesse an der Technik von Lucid Motors bekundet.

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Doch zunächst will das Unternehmen ebenso wie Tesla in den Anfangsjahren elektrische Luxusmodelle produzieren. Dabei soll das erste Modell, der Lucid Air, erst gegen Ende dieses Jahres in Produktion gehen. Ursprünglich sollte das Elektroauto schon von diesem Frühjahr an in der Lucid-Fabrik in Arizona gebaut werden. Wann die ersten Lucid-Fahrzeuge in Europa verfügbar sein werden, ist unklar. Ein Tweet, wonach dies schon Ende des Jahres der Fall sein könnte, wurde inzwischen wieder gelöscht.

Hohe Marktkapitalisierung

Wie bereits spekuliert wurde, hat Lucid mittels einer Special Purpose Acquisition Company (SPAC) eine Abkürzung an die Börse genommen. Das Unternehmen kündigte am vergangenen Sonntag die Fusion mit der Firma Churchill Capital Corp IV (CCIV) an. Das soll dem Unternehmen neue Finanzmittel in Höhe von 4,4 Milliarden US-Dollar bringen. Bei der Kapitalerhöhung über eine sogenannte PIPE-Transaktion liegt eine Bewertung von 24 Milliarden US-Dollar zugrunde. Laut Reuters deutet der Börsengang auf eine Marktkapitalisierung von 56 Milliarden US-Dollar hin. Bislang wurde Lucid Motors vornehmlich durch den saudi-arabischen Staatsfonds PIF finanziert, der mehr als eine Milliarde US-Dollar in das Unternehmen investierte.

Laut Rawlinson ist die Produktion für den Massenmarkt kapitalintensiver als die Herstellung von Luxusautos. Denn dazu seien eine größere Fabrik und ein höherer Automatisierungsgrad erforderlich. Allerdings könnte es nach Ansicht von Experten für Lucid in drei bis vier Jahren schon zu spät sein, um in den Massenmarkt einzusteigen. Denn bis dahin sind schon entsprechende Modelle von Herstellern wie VW, Hyundai oder Ford verfügbar. "Es ist fraglich, ob es in vier bis fünf Jahren noch einen Markt für Lucid gibt", zitiert Reuters den Automarkt-Analysten Mel Yu.

SUV und weitere Modelle geplant

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Den Lucid Air wird es in vier Varianten geben, die sich in der Leistung und im Preis unterscheiden. Als erstes wird die Version Air Dream Edition verfügbar sein. Das Auto wird knapp 170.000 US-Dollar kosten. Dann folgt der Air Grand Touring für knapp 140.000 US-Dollar, später dann der Air Touring für 95.000 US-Dollar. Zuletzt wird das Basismodell, das weniger 70.000 US-Dollar kosten soll, im Jahr 2022 verfügbar sein. Die bei der Vorstellung des Lucid Air im vergangenen September genannten Termine dürften sich deutlich nach hinten verschieben.

Laut Rawlinson plant Lucid auch die Produktion eines SUV mit dem Codenamen Gravity (Schwerkraft) für das Jahr 2023. Er sei zudem an der Entwicklung von Pickups und Nutzfahrzeugen interessiert. Das sei aber noch mehrere Jahre entfernt und könne mit Partnern umgesetzt werden.

Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben derzeit 2.000 Mitarbeiter in den USA. Deren Zahl soll bis Ende 2022 auf 3.000 ansteigen. Die Fabrik in Arizona kann demnach derzeit 34.000 Autos im Jahr produzieren. In der höchsten Ausbaustufe sind 365.000 Autos pro Jahr geplant.

Rawlinson, früher Chefingenieur bei Tesla, soll auch nach dem Börsengang an der Spitze des Unternehmens bleiben. Neben ihm arbeiten noch andere hochrangige ehemalige Tesla-Mitarbeiter wie der frühere Produktionschef Peter Hochholdinger inzwischen bei Lucid.

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Dwalinn 01. Mär 2021

Hyundai bekommt wohl die 800v Technik von Rimac. Porsche wiederum besitzt 15% von Rimac...

ulink 25. Feb 2021

*Seufz* deshalb schrieb ich auch "neu". Die NEUEN Model S (und X) gibt es vermutlich...

ChMu 24. Feb 2021

Die Fabrik Halle steht. Zumindest 10% (30000 Kapazitaet statt 400000) und um Autos zu...

errich 24. Feb 2021

Man mag es kaum glauben, aber es gibt genug Leute mit dem nötigen Kleingeld, die sich nur...

Ach 24. Feb 2021

Nach dieser Logik wäre es ja vollkommen egal, ob man ein Auto aus Aluminium oder aus...



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