Nach Bezos-Beschwerde: Nasa eröffnet erneut Rennen um Mondlander

Blue Origin will die Milliardenkosten für ein Mondlandegerät komplett übernehmen, sollte das Bezos-Unternehmen doch noch den Zuschlag erhalten.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Der Blue Moon Lander sollte die Grundlage für den Mondlander von Blue Origin sein.
Der Blue Moon Lander sollte die Grundlage für den Mondlander von Blue Origin sein. (Bild: Blue Origin)

Nach einer Beschwerde von Amazon-Gründer Jeff Bezos hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa das Rennen um das erste kommerzielle Mondlandegerät noch einmal neu eröffnet. Bezos' Raumfahrtfirma Blue Origin hatte sich bei einer Mondlander-Ausschreibung der Nasa nicht gegen die Konkurrenzfirma SpaceX von Milliardär Elon Musk durchsetzen können.

Mit einer offiziellen Beschwerde dagegen hatten Blue Origin und die ebenfalls unterlegene Firma Dynetics zunächst keinen Erfolg. Trotzdem verkündete die Nasa nun, dass doch noch Konkurrenzprodukte zum SpaceX-Mondlander gesucht würden. "Konkurrenz ist entscheidend für unseren Erfolg auf der Oberfläche des Mondes und darüber hinaus", sagte Nasa-Chef Bill Nelson bei einer Pressekonferenz.

SpaceX sei weiter fest dabei, werde allerdings gebeten, seinen Vorschlag noch auszubauen. Zudem würden andere US-Firmen um Vorschläge für einen zweiten Mondlander gefragt. Bezos hatte zuvor bereits versucht, die Nasa mit einem Geldangebot umzustimmen.

Blue Origin bietet umfangreiche Kostenbeteiligung an

Blue Origin würde die Kosten von bis zu zwei Milliarden US-Dollar für Entwicklung und Herstellung des Mondlandegeräts übernehmen, wenn die Firma noch einmal gegen Konkurrent SpaceX antreten dürfe, schrieb der Amazon-Gründer in einem offenen Brief. Die Nasa reagierte darauf zunächst nicht öffentlich.

Der Auftrag ist Teil des sogenannten Artemis-Programms. Bei der frühestens für 2025 geplanten Mission sollen vier Astronauten mit dem Raumfahrzeug Orion in die Mondumlaufbahn gebracht werden, wo zwei von ihnen für den Endanflug zum Mond auf ein Landegefährt umsteigen sollen. Am Mond soll zudem eine Art Raumstation geschaffen werden und als Basis für einen bemannten Flug zum Mars dienen - das allerdings erst in ferner Zukunft.

In der vergangenen Woche fuhr die Nasa das Raketensystem für Artemis - bestehend aus der Rakete Space Launch System und der Orion-Kapsel - erstmals zu Testzwecken auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus. Bevor das System frühestens im Mai 2022 erstmals unbemannt erprobt werden soll, stehen allerdings noch zahlreiche Tests an.

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chefin 28. Mär 2022

Das ist richtig nur die Schlsusfolgerung das wäre krank ist falsch. Ohne das könnten wir...

thinksimple 24. Mär 2022

Und wenn mans nicht versteht sollte man einen Kommentar einfach lassen. *facepalm*

xSureface 24. Mär 2022

Kommt drauf an wie mans auslegt. Im Grunde baut Musk den ersten Mondlander und kann nun...

xSureface 24. Mär 2022

Es geht da wohl um beides. Einerseits ist so ein Programm recht Lukrativ, da nach einer...



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