Nach Beschwerden: Kartellamt untersucht Wettbewerb bei Ladesäulen

Die Strompreise an Ladesäulen für Elektroautos sind oft sehr hoch und intransparent. Das will sich das Bundeskartellamt nun genauer anschauen.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Kartellamt will sich auch den Ladesäulen-Wettbewerb an den Autobahnen anschauen.
Das Kartellamt will sich auch den Ladesäulen-Wettbewerb an den Autobahnen anschauen. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Das Bundeskartellamt will mögliche Missstände bei der Bereitstellung und Vermarktung von Ladeinfrastruktur für Elektroautos untersuchen. "Wir wollen in dieser frühen Marktphase der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge strukturelle Wettbewerbsprobleme identifizieren, um einen Beitrag zu einem erfolgreichen Ausbau zu leisten", sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt am Donnerstag in Bonn. Zwar sei der Markt noch im Entstehen begriffen, "aber uns erreichen schon jetzt vermehrt Beschwerden über die Preise und Konditionen an den Ladesäulen", sagte Mundt.

Stellenmarkt
  1. Test-Engineer (m/w/d) in der Medizintechnik
    Medtron AG, Saarbrücken
  2. ERP-Administrator (m/w/d)
    C.Ed. Schulte GmbH Zylinderschlossfabrik, Velbert
Detailsuche

Gegenstand der Untersuchung sollen auch die verschiedenen Vorgehensweisen der Städte und Kommunen bei der Bereitstellung geeigneter Standorte und deren Auswirkungen auf den Wettbewerb zwischen den Betreibern von Ladestationen sein. Das Bundeskartellamt werde ebenfalls die Rahmenbedingungen für den wettbewerblichen Aufbau von Ladesäulen an den Bundesautobahnen in den Blick nehmen. Dort ist inzwischen das Ladenetzwerk Ionity sehr aktiv.

Die Wettbewerbshüter wollen demnach die maßgeblichen Akteure in zwei Ermittlungsphasen befragen. In der ersten Phase sollen vor allem der Stand des Aufbaus der öffentlichen Ladeinfrastruktur und die aktuelle Praxis der Städte, Kommunen und weiterer Akteure bei der Planung und Bereitstellung geeigneter Standorte ermittelt werden. Auf dieser Basis seien dann vertiefte Ermittlungen vorgesehen, "die insbesondere auch Fragen des Zugangs von Mobilitätsdienstleistern und Ladekunden zu den Ladesäulen abdecken".

Das Kartellamt will die Untersuchungsergebnisse und mögliche wettbewerbliche Schlussfolgerungen in einem Bericht vorstellen.

Unklare Kosten an Ladesäulen

Golem Akademie
  1. PowerShell Praxisworkshop: virtueller Vier-Tage-Workshop
    20.–23. Dezember 2021, virtuell
  2. Scrum Product Owner: Vorbereitung auf den PSPO I (Scrum.org): virtueller Zwei-Tage-Workshop
    3.–4. März 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Unklare Kosten für das Laden von Elektroautos sind für viele Ladesäulen-Nutzer ein Ärgernis. Denn an den Ladesäulen gibt es keine Angaben darüber, wie viel der Strom bei Nutzung einer bestimmten Ladekarte oder App kostet. Große Preisunterschiede können vor allem durch die unterschiedlichen Roaminggebühren der Anbieter entstehen, die vor allem im Ausland beträchtlich sein können. So verlangte der Anbieter Get Charge in einigen Nachbarländern beim Laden einen Preis von 1,29 Euro pro Kilowattstunde.

Wegen der intransparenten Preisstruktur hat es bereits Abmahnungen gegen Ladenetz-Betreiber gegeben. So verlangte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen vom Ladenetzbetreiber New Motion transparente Preisangaben an den Ladesäulen. Das Unternehmen wälze seine Pflicht zur klaren Preisinformation in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) unzulässig auf die Kunden ab, hieß es zur Begründung. Zudem könne New Motion nicht garantieren, dass die in Apps und auf den Webseiten angezeigten Informationen über die Preise "richtig, vollständig und zutreffend sind".

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


genussge 10. Jul 2020

Zu Stoßzeiten ziehen die Preise an - Angebot und Nachfrage. Zudem Sprechen sich alle...

Seelbreaker 10. Jul 2020

An der Haussteckdose laden ist kein Problem. Mache das selber mit meinem Kuga Plugin...

DieterMieter 09. Jul 2020

Kann jemand eine Ladekarte für die Schnellader an der BAB empfehlen? In Städten komme...

s.bona 09. Jul 2020

Da muss ich sogar zugeben, dass ich davon kein Fan bin. Zumindest für die nächsten Jahre...

flasherle 09. Jul 2020

Laden nach power bzw Geschwindigkeit, festgelegt, an allen Säulen deutschlandweit gleich.



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Geforce Now (RTX 3080) im Test
1440p120 mit Raytracing aus der Cloud

Höhere Auflösung, mehr Bilder pro Sekunde, kürzere Latenzen: Geforce Now mit virtueller Geforce RTX 3080 ist Cloud-Gaming par excellence.
Ein Test von Marc Sauter

Geforce Now (RTX 3080) im Test: 1440p120 mit Raytracing aus der Cloud
Artikel
  1. Encrochat-Hack: Damit würde man keinen Geschwindigkeitsverstoß verurteilen
    Encrochat-Hack
    "Damit würde man keinen Geschwindigkeitsverstoß verurteilen"

    Der Anwalt Johannes Eisenberg hat sich die Daten aus dem Encrochat-Hack genauer angesehen und viel Merkwürdiges entdeckt.
    Ein Interview von Moritz Tremmel

  2. SpaceX: Starlink testet Satelliteninternet in Flugzeugen
    SpaceX
    Starlink testet Satelliteninternet in Flugzeugen

    Bald dürften mehrere Flugesellschaften Starlink-Service anbieten. Laut einem Manager soll es so schnell wie möglich gehen.

  3. Gigafactory Grünheide: Tesla rekrutiert hauptsächlich regionale Arbeitskräfte
    Gigafactory Grünheide
    Tesla rekrutiert hauptsächlich regionale Arbeitskräfte

    Entgegen den Befürchtungen der Gegner profitieren vor allem Berlin und Brandenburg von Teslas neuer Fabrik in Brandenburg.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Gaming-Monitore zu Bestpreisen (u. a. Samsung G9 49" 32:9 Curved QLED 240Hz 1.149€) • Spiele günstiger: PC, PS5, Xbox, Switch • Zurück in die Zukunft Trilogie 4K 31,97€ • be quiet 750W-PC-Netzteil 87,90€ • Cambridge Audio Melomonia Touch 89,95€ • Gaming-Stühle zu Bestpreisen [Werbung]
    •  /