Nach Belästigungen: Uber beschließt weitere Konsequenzen

Der Untersuchungsbericht ist da: Der Verwaltungsrat von Uber hat die Maßnahmen, die die Ermittler um Exjustizminister Eric Holder vorgeschlagen haben, gebilligt. Es könnte sein, dass sie sogar Uber-Chef Travis Kalanick betreffen.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Fahrdienst Uber (Symbolbild): 57 Beschwerden werden noch untersucht.
Fahrdienst Uber (Symbolbild): 57 Beschwerden werden noch untersucht. (Bild: David Ramos/Getty Images)

Die Entlassungen sind nicht genug: Der Verwaltungsrat des Fahrdienstes Uber hat nach Vorfällen von Belästigung und Diskriminierung im Unternehmen weitere Konsequenzen angekündigt. Diese könnten auch die Unternehmensleitung betreffen.

Eine Softwareentwicklerin hatte sich Anfang des Jahres öffentlich über die Zustände bei Uber beschwert. Daraufhin leitete Uber eine Untersuchung der Vorfälle ein. Die Untersuchungskommission, die vom ehemaligen US-Justizministers Eric Holder geleitet wurde, hat ihren Bericht vorgelegt.

Der Verwaltungsrat habe die Vorschläge der Kommission zum weiteren Vorgehen einstimmig angenommen, teilt Uber mit. Einzelheiten sollen aber erst am Dienstag bekanntgegeben werden. Zuerst sollen die Mitarbeiter über die Maßnahmen informiert werden.

Wird Uber-Chef Kalanick beurlaubt?

Die Maßnahmen könnten sogar die Unternehmensspitze betreffen: So könnte Uber-Chef und -Gründer Travis Kalanick mehrere Monate lang beurlaubt werden, berichtet das Wall Street Journal. Emil Michael, Bereichsleiter für die Geschäftsentwicklung und einer der engsten Mitarbeiter Kalanicks, könnte demnach entlassen werden. Michael hatte Ende 2014 vorgeschlagen, Ermittler zu engagieren, die Journalisten, die kritisch über Uber berichten, ausspionieren.

Die Ermittler untersuchten insgesamt 215 Beschwerden. Dabei ging es unter anderem um Diskriminierung, sexuelle Belästigung, unprofessionelles Verhalten oder Mobbing. In der vergangenen Woche hatte Uber bereits erste Konsequenzen aus den Vorfällen gezogen: 20 Mitarbeitern wurde gekündigt, weitere wurden verwarnt oder müssen Schulungen besuchen.

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