Abo
  • IT-Karriere:

Nach Begnadigung Mannings: Assange weiter zu Auslieferung in die USA bereit

Bleibt Julian Assange bei seinem Versprechen, sich bei einer Begnadigung Chelsea Mannings den US-Behörden stellen zu wollen? Offenbar geht er davon aus, von der neuen US-Regierung unter Donald Trump deutlich besser behandelt zu werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Julian Assange (im Februar 2016): weiter zur Auslieferung in die USA bereit
Julian Assange (im Februar 2016): weiter zur Auslieferung in die USA bereit (Bild: Carl Court/Getty Images)

Geht Wikileaks-Gründer Julian Assange freiwillig ins Gefängnis, wenn seiner Informantin Chelsea Manning die jahrzehntelange Haftstrafe erlassen wird? Nachdem US-Präsident Barack Obama tatsächlich der Whistleblowerin 28 Jahre Militärgefängnis erspart hat, stellt sich die Frage, ob Assange sein mehrfach geäußertes Versprechen einhält. Oder kann der 45-Jährige ohnehin davon ausgehen, dass die USA seine Auslieferung nicht beantragen werden?

Stellenmarkt
  1. LahrLogistics GmbH, Lahr
  2. Giesecke+Devrient Currency Technology GmbH, München

Schon im vergangenen September hatte Wikileaks getwittert: "Wenn Obama Manning begnadigt, wird Assange im Austausch einer Haft in den USA zustimmen - trotz deren klarer Rechtswidrigkeit." Am vergangenen Samstag bekräftigte er dieses Angebot: "Wenn Obama Manning begnadigt, wird Assange der Auslieferung in die USA zustimmen, selbst wenn das Verfahren des US-Justizministeriums verfassungswidrig ist." Etwa zweieinhalb Stunden, nachdem Obamas Entscheidung bekanntgeworden war, schrieb Wikileaks: "Assanges Anwalt Melinda Taylor zum Assange-Manning-Auslieferungsdeal: 'Er steht zu allem, was er gesagt hat'." Seitdem ist keine Äußerung Assanges zu dem Thema bekanntgeworden.

Gibt es überhaupt einen Auslieferungsantrag?

Allerdings ist derzeit gar nicht klar, ob die USA überhaupt einen Antrag auf Auslieferung Assanges gestellt haben. Das sagte Taylor der Nachrichtenagentur AP. Der Wikileaks-Gründer hatte sich vor vier Jahren in die ecuadorianische Botschaft in London geflüchtet, weil er befürchtete, im Zusammenhang mit den Ermittlungen schwedischer Behörden zu einer angeblichen Vergewaltigung in die USA ausgeliefert zu werden. Assanges US-amerikanischer Anwalt Barry Pollack will nach Angaben von AP nun vom US-Justizministerium den Status seines Mandanten geklärt haben.

Es bedarf keiner ausgeprägten Fantasie, um zu spekulieren, dass sich Assange von der kommenden US-Regierung unter Donald Trump eine milde Behandlung erhoffen könnte. Schließlich hatte Wikileaks mit den Veröffentlichungen von Dokumenten der Demokratischen Partei der Kandidatur Hillary Clintons geschadet - vielleicht sogar wahlentscheidend. Assange unterstützte Trump zuletzt bei dessen Argumentation, dass die E-Mail-Konten der Demokraten nicht von Russland gehackt worden seien.

Der Wikileaks-Gründer zeigte sich inzwischen optimistisch, was ein mögliches Gerichtsverfahren in den USA betrifft. "Assange ist zuversichtlich, jedes faire Gerichtsverfahren in den USA zu gewinnen", twitterte Wikileaks am Dienstag. So habe Obamas Justizministerium verhindert, das öffentliche Interesse an den Leaks (Public interest defence) in dem Fall zu berücksichtigen. Das deutet darauf hin, dass sich Assange von Trumps Justizministerium eine bessere Behandlung erwartet.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 259€ + Versand oder kostenlose Marktabholung
  2. 289€
  3. 72,99€ (Release am 19. September)

Ach 20. Jan 2017

Hat sich z.B. bei Manning aber schlagartig geändert. Ich würde sagen, Fußball und Bier...

Stippe 19. Jan 2017

Kann man so sehen. Allerdings hätte Clinton auch selber im Vorfeld reinen Tisch machen...

Dummer Mensch 18. Jan 2017

"Es sei noch zu früh zu sagen, ob er sich nun wie angekündigt ausliefern lasse, sagte...

M_Q 18. Jan 2017

+1 Exakt meine Gedanken...

Sea 18. Jan 2017

Nur weil sie im Moment offiziell noch kein Auslieferungsersuchen ausgesprochen haben...


Folgen Sie uns
       


Proglove Scanhandschuh ausprobiert

Der Mark II von Proglove ist ein Barcode-Scanner, den sich Nutzer um die Hand schnallen können. Das Gerät ist klein und sehr leicht - wir haben es nach wenigen Minuten schon nicht mehr bemerkt.

Proglove Scanhandschuh ausprobiert Video aufrufen
Watch Dogs Legion angespielt: Eine Seniorin als Ein-Frau-Armee
Watch Dogs Legion angespielt
Eine Seniorin als Ein-Frau-Armee

E3 2019 Elitesoldaten brauchen wir nicht - in Watch Dogs Legion hacken und schießen wir auch als Pensionistin für den Widerstand. Beim Anspielen haben wir sehr über die ebenso klapprige wie kampflustige Oma Gwendoline gelacht.


    Digitaler Knoten 4.0: Auto und Ampel im Austausch
    Digitaler Knoten 4.0
    Auto und Ampel im Austausch

    Auf der Autobahn klappt das autonome Fahren schon recht gut. In der Stadt brauchen die Autos jedoch Unterstützung. In Braunschweig testet das DLR die Vernetzung von Autos und Infrastruktur, damit die autonom fahrenden Autos im fließenden Verkehr links abbiegen können.
    Ein Bericht von Werner Pluta

    1. LTE-V2X vs. WLAN 802.11p Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?
    2. Vernetztes Fahren Lobbyschlacht um WLAN und 5G in Europa
    3. Gefahrenwarnungen EU setzt bei vernetztem Fahren weiter auf WLAN

    5G-Auktion: Warum der Preis der 5G-Frequenzen so hoch war
    5G-Auktion
    Warum der Preis der 5G-Frequenzen so hoch war

    Dass die Frequenzen für den 5G-Mobilfunk teuer wurden, lasten Telekom, Vodafone und Telefónica dem Newcomer United Internet an. Doch dies ist laut dem Netzplaner Kai Seim nicht so gewesen.
    Eine Analyse von Achim Sawall

    1. Funklöcher Hohe Bußgelder gegen säumige Mobilfunknetzbetreiber
    2. Bundesnetzagentur 5G-Frequenzauktion erreicht 6,5 Milliarden Euro
    3. 5G-Auktion Etablierte wollen Preis für 1&1 Drillisch hochtreiben

      •  /