Nach Autorenstreik: Netflix plant weitere Preiserhöhungen

Für Kunden von Netflix könnte das Abo spätestens im kommenden Jahr teurer werden: Der Streaminganbieter plant eine weitere Anhebung der Abo-Gebühren, berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) .
Geplant ist dem Bericht zufolge eine Preisanhebung zunächst in den USA und Kanada. Danach sollen aber "mehrere Märkte weltweit" folgen. Details über die genaue Preisgestaltung sind noch nicht bekannt, Netflix äußerte sich bislang nicht zu dem Bericht.
Die Pläne sollen "einige Monate" nach dem Ende des fünfmonatigen Autorenstreiks der US-Gewerkschaft WGA verkündet werden. Ende September 2023 kam es zu einer vorläufigen Einigung . Die Drehbuchautoren forderten vor allem höhere Tantiemen, mehr Transparenz von Streaminganbietern und Versicherungen gegen den Einsatz von KI .
2023 gab es bereits Preiserhöhungen
In den USA erhöhte Netflix die Preise zuletzt im März 2023(öffnet im neuen Fenster) . Die Kosten stiegen von 8,99 US-Dollar auf 9,99 US-Dollar für den Einstiegstarif, das teuerste 4K-Tier wurde von 17,99 US-Dollar auf 19,99 US-Dollar verteuert. Auch Konkurrent Disney hob die Preise für seinen Streamingdienst Disney+ in diesem Jahr an .
Deutsche Kunden bekamen Preiserhöhungen zuletzt über eine Zusatzgebühr für das Teilen von Konten zu spüren. Wer seinen Netflix-Account über einen Haushalt hinweg mit anderen nutzen möchte, muss seit Mai 2023 je Unteraccount weitere 4,99 Euro im Monat zahlen .
Netflix Preispolitik unterscheidet sich von Markt zu Markt. Während in den USA und Kanada die Preise direkt oder indirekt erhöht wurden, senkte das Unternehmen sie 2023 in einigen Ländern sogar . In einigen afrikanischen, südamerikanischen, asiatischen und osteuropäischen Märkten wollte Netflix so neue Abonnenten gewinnen.