Nach Aus für Server-GPU: Nvidia will mit Vera-CPU auf chinesischen Markt zurück
Mit Server-Hardware lief es für Nvidia zuletzt in der Volksrepublik China nicht gut. Seine H200-GPU darf das Unternehmen zwar dorthin exportieren, die Nachfrage bleibt aber aus, denn die Regierung drängt zur Nutzung heimischer Hardware. Ganz aufgeben möchte Nvidia den großen Markt allerdings nicht.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet(öffnet im neuen Fenster), bewirbt der Hersteller gegenüber chinesischen Kunden seine Vera-CPU. Die soll ab August 2026 verfügbar sein und zeigt laut ersten Tests vielversprechende Leistung bei klassischen Serverlasten.
Angeboten werden auch reine CPU-Server ohne Rubin-GPU, Nvidia erhofft sich damit einen Umsatz von 20 Milliarden US-Dollar.
Bislang ist die Nachfrage aber wohl eher verhalten. Ein größerer Cloudanbieter soll über 300 Server bestellt haben, was maximal zehn Nvidia-Racks entspricht. Die Systeme sollen vorerst nur zu Testzwecken und auch nur in Rechenzentren außerhalb der Volksrepublik genutzt werden.
Kritik an Unitree-Kooperation
In den USA wird Nvidias Chinageschäft teils weiter kritisch gesehen. Das Select Committee on China, eine Gruppe von chinakritischen Abgeordneten des US-Repräsentantenhauses, kritisierte Nvidias Kooperation(öffnet im neuen Fenster) mit dem Roboterproduzenten Unitree. Das US-Verteidigungsministerium führt den Hersteller auf seiner Liste von Unternehmen, die Verbindungen zur Volksarmee haben sollen.
Wirtschaftliche Motive für die Kritik sind allerdings ebenfalls nicht auszuschließen. Eine Analyse von Semianalysis sieht Unitree als aussichtsreichsten Hersteller humanoider Roboter(öffnet im neuen Fenster). Diese könnten möglicherweise bereits bei wenig anspruchsvollen Aufgaben preislich mit menschlichen Arbeitern konkurrieren. Nvidia wählte Ende Mai 2026(öffnet im neuen Fenster) Unitrees H2 Plus als Referenz-Hardware für seine Plattform Isaac Gr00t aus.
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