Nach Ariane-Start: Europäische Aufholjagd im Weltall gefordert
Auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2026 hat der Generaldirektor der Esa, Josef Aschbacher, zu einer verstärkten europäischen Zusammenarbeit bei Weltraumprojekten aufgerufen, wie unter anderem die Wirtschaftswoche(öffnet im neuen Fenster) und die FAZ(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) berichten. Zum Anlass nimmt er den erfolgreichen Start der Ariane 64 , einer bei Nutzlast und Reichweite endlich konkurrenzfähigen Trägerrakete, die in 13 europäischen Ländern gebaut wird.
Aschbacher sprach die veränderte Weltlage an, in der sich auch die USA immer mehr zu einem Konkurrenten entwickelten. Mit einer europäischen Lösung könnte die Eigenständigkeit Europas bewahrt werden. Dafür müsste jedoch ein intensiver Austausch an Wissen, technologischen Fähigkeiten und verfügbarer Infrastruktur stattfinden.
Kleines Budget steigt allmählich
Um die souveräne Nutzung des Orbits zu realisieren, muss allerdings viel Geld investiert werden. Das Budget der Esa(öffnet im neuen Fenster) , das 2025 bei gerade einmal 7,7 Milliarden Euro lag, müsste dafür weiter steigen. Immerhin wird das Geld zu großen Teilen in Aufträge an die Industrie der Mitgliedsländer investiert.
Darüber hinaus hat allein Deutschland beschlossen, in den nächsten 5 Jahren Weltraumprojekte mit 35 Milliarden Euro zu finanzieren. Auch hierbei dürfte es von Vorteil sein, wenn eine enge Absprache mit den europäischen Verbündeten stattfindet, um keine parallelen Strukturen aufzubauen.
Reichen werden diese Bemühungen vermutlich noch nicht. Der Chef der Esa gibt zu bedenken, dass die USA sechsmal so viel Steuergeld für die Nutzung des Weltalls ausgeben wie Europa, und zwar seit Jahrzehnten. So lässt sich auch erklären, dass die USA im Jahr 2025 fast täglich eine Trägerrakete starten konnten. Die EU taucht in dieser Liste(öffnet im neuen Fenster) lediglich achtmal auf, ein Fehlstart inklusive.



