Nach Apple: Google will Tracking unter Android einschränken

Wie Apple will auch Google den Zugriff auf die Werbe-ID beschränken - allerdings weniger streng und mit einer völlig anderen Technik.

Artikel veröffentlicht am ,
Android-Nutzer könnten bald anders getrackt werden.
Android-Nutzer könnten bald anders getrackt werden. (Bild: Pexels/Pixabay)

Apple will in Kürze eine neue Datenschutzfunktion in seinem mobilen Betriebssystem iOS einführen, die den Zugriff von Apps und Werbenetzwerken auf die gerätespezifische Werbe-ID (IDFA, Identifier for Advertising) beschränkt. Auch Google überlegt nun, eine ähnliche Funktion in Android zu integrieren. Diese solle jedoch weniger streng als Apples Umsetzung sein.

Stellenmarkt
  1. (Senior) Consultant (m/w/d) Success Factors
    Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG, Bielefeld
  2. Servicetechniker (w/m/d) 2nd Level
    Bechtle Onsite Services GmbH, Wolfsburg
Detailsuche

So soll es laut einem Bericht von Bloomberg keinen Opt-in wie bei Apple geben, bei dem Nutzer vor dem Zugriff eines Werbenetzwerkes in einer App gefragt werden, ob dieses auf die Werbe-ID zugreifen dürfe. Über die Werbe-ID können von verschiedenen Apps gesammelte Daten einem Gerät und damit meist einer Person zugeordnet werden.

Stattdessen soll Google an einem neuen Tracking-Konzept arbeiten, dass an die Privacy Sandbox angelehnt sein könnte. Dieses soll in Googles Chrome-Browser ein "gesundes, werbefinanziertes Web" aufrechterhalten.

Statt Tracking-Cookies und Fingerprinting soll der Browser selbst die Interessen eines Nutzers mittels einer Technik namens Floc (Federated Learning of Cohorts) ermitteln, etwa über die besuchten URLs. Über ein föderiertes Netzwerk soll der Browser Nutzer mit ähnlichen Interessen finden.

Golem Akademie
  1. Microsoft 365 Security Workshop
    27.-29. Oktober 2021, online
  2. CEH Certified Ethical Hacker v11
    8.-12. November 2021, online
  3. Netzwerktechnik Kompaktkurs
    8.-12. November 2021, online
Weitere IT-Trainings

Wie eine solche Privacy Sandbox in Androids App-Ökosystem aussehen könnte, ist nicht bekannt. Ohnehin können datenschutzbewusste Nutzer auf Google-freie Androidsysteme wie GrapheneOS (Test), CalyxOS (Test) oder Lineage OS setzen. Da diese standardmäßig keine Apps und keinen Play Store enthalten, gibt es dort auch keine Werbe-ID.

Google will Interessen zwischen Datenschutz und Werbung ausgleichen

Dabei versucht Google laut Bericht einen Interessenausgleich zwischen Datenschutz für Verbraucher auf der einen Seite sowie Tracking und finanziellen Bedürfnissen der Werbeindustrie auf der anderen Seite. "Wir suchen immer nach Möglichkeiten, mit Entwicklern zusammenzuarbeiten, um die Messlatte für den Datenschutz höher zu legen und gleichzeitig ein gesundes, werbeunterstütztes App-Ökosystem zu ermöglichen", sagte ein Google-Sprecher Bloomberg.

Dabei darf allerdings nicht vergessen werden, dass Google selbst ein Werbeunternehmen ist, das mehr als 100 Milliarden US-Dollar mit digitaler Werbung umsetzt. Entsprechend dürfte der Konzern vor allem Interesse daran haben, den Werbemarkt auf Android-Geräten nicht wirklich einzuschränken.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kooperation
Amazon Kreditkarte mit Landesbank Berlin wird eingestellt

Während der ADAC seine Kunden bereits informiert hat, schweigt Amazon Deutschland noch zum Ende der Kooperation mit der Landesbank Berlin.

Kooperation: Amazon Kreditkarte mit Landesbank Berlin wird eingestellt
Artikel
  1. Pixel 6 (Pro): Googles Tensor-SoC ist eine wilde Mischung
    Pixel 6 (Pro)
    Googles Tensor-SoC ist eine wilde Mischung

    Viel Samsung, wenig Google: Der Chip kombiniert extreme Computational Photography mit einem kuriosen Design zugunsten der Akkulaufzeit.
    Eine Analyse von Marc Sauter

  2. Apple, Amazon, Facebook: New World erlaubt Charaktertransfers
    Apple, Amazon, Facebook
    New World erlaubt Charaktertransfers

    Sonst noch was? Was am 20. Oktober 2021 neben den großen Meldungen sonst noch passiert ist, in aller Kürze.

  3. Linux: Vom einfachen Speicherfehler zur Systemübernahme
    Linux
    Vom einfachen Speicherfehler zur Systemübernahme

    Ein häufig vorkommender Fehler in C-Code hat einen Google-Entwickler motiviert, über Gegenmaßnahmen nachzudenken.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week Finale: Bis 33% auf Digitus-Monitorhalterungen & bis 36 Prozent auf EVGA-Netzteile • Samsung-Monitore (u. a. 24" FHD 144Hz 169€) • Bosch Professional zu Bestpreisen • Sandisk Ultra 3D 500GB 47,99€ • Google Pixel 6 vorbestellbar ab 649€ + Bose Headphones als Geschenk [Werbung]
    •  /