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Nach A1: Magenta Telekom kündigt 3G-Abschaltung an

Nach A1 hat auch Magenta Telekom ein Datum für das Ende von 3G/ UMTS bekanntgegeben.
/ Achim Sawall
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3G braucht kaum noch jemand. (Bild: Magenta Telekom)
3G braucht kaum noch jemand. Bild: Magenta Telekom

Ab dem 1. Januar 2024 wird im Netz von Magenta Telekom in Österreich die 3G/UMTS-Technik "nach 20 Jahren Dienstzeit abgeschaltet" . Das gab die Tochter der Deutschen Telekom am 7. April 2022 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Ab dann werde 3G/UMTS schrittweise an allen Netzstandorten in Österreich abgebaut. Das freiwerdende 3G-Frequenzspektrum werde neu genutzt für 4G/LTE und 5G, erklärte der Netzbetreiber.

"4G/LTE ist längst der neue Platzhirsch, während das noch schnellere 5G laufend ausgerollt wird" , sagte Volker Libovsky, CTIO (Chief Technology und Innovation Officer) bei Magenta Telekom.

Zuvor hatte der Netzbetreiber A1 bekanntgegeben, das 3G-Netz voraussichtlich Ende 2024 abzuschalten. Das 2G (GSM) Netz werde weiterhin für SMS und Telefonie im Einsatz sein.

"Wir haben uns entschlossen, 3G im Jahr 2024 abzubauen, um die freiwerdenden Frequenzen für das 4G/LTE und 5G zu widmen" , betonte Libovsky. "3G übertragen wir primär im Bereich 900 MHz und vereinzelt bei 2.100 MHz" , sagte Magenta-Telekom-Sprecher Lev Ratner Golem.de auf Anfrage.

In Deutschland schalteten die Telekom und Vodafone ihre 3G-Netze im Jahr 2021 ab. In der Schweiz wird Swisscom sein 3G-Netz noch bis Ende 2025 betreiben.

Der Mobilfunkbetreiber T-Mobile Austria hatte im Dezember 2017 für 1,9 Milliarden Euro den Kabelnetzbetreiber UPC Austria gekauft. UPC Austria war eine Tochter von Liberty Global, dem zu der Zeit weltgrößten Kabelnetzbetreiber.

Bei Drei gibt es derzeit keinen konkreten Plan für eine Abschaltung von 3G. "Der naturgemäße Trend geht derzeit weg von 3G-only-Nutzung in Richtung 4G und 5G. Hand in Hand mit dieser Trendentwicklung verschieben sich auch die benötigten Kapazitäten von 3G in Richtung neuer Mobilfunkstandards" , sagte ein Drei-Sprecher.


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