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Nach 18 Jahren: Nvidia stellt die letzten GTX-Grafikkarten ein

GPUs ohne Tensor-Kerne und Raytracing gibt es vorerst nicht mehr. Damit verschwindet auch ein lange genutzter Produktname.
/ Martin Böckmann
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Mit der Geforce 7800GTX nutzte Nvidia erstmals den Zusatz GTX, der fortan für die meisten Gaming-GPUs des Herstellers verwendet wurde. (Bild: Martin Böckmann/Golem.de)
Mit der Geforce 7800GTX nutzte Nvidia erstmals den Zusatz GTX, der fortan für die meisten Gaming-GPUs des Herstellers verwendet wurde. Bild: Martin Böckmann/Golem.de

Nvidia hat laut dem Industrie-Portal Board Channel (via Videocardz(öffnet im neuen Fenster) ) die Produktion der Nvidia-Geforce-GTX-1600-Serie eingestellt. Die Grafikkarten waren die letzten Karten des Herstellers ohne Raytracing-Fähigkeit, waren aber ansonsten der RTX-20-Serie (Turing) zuzuordnen und enthielten unter anderem den dazugehörigen NVENC-Video-Encoder der sechsten Generation, der Streaming in höherer Qualität ermöglichte. Erstmals seit dem Jahr 2005 bietet Nvidia damit keine Grafikkarte unter der Bezeichnung GTX mehr an.

Im Jahr 2005 erschien mit der Nvidia Geforce 7800 GTX das erste Modell unter dem bekannten Namen. Obwohl viele Spieler mittlerweile auf Raytracing-fähige GPUs setzen, liegen Grafikkarten wie die Nvidia Geforce GTX 1650, GTX 1060 und GTX 1050 Ti noch immer in den Top 10 der beliebtesten Grafikkarten laut der Steam-Hardwareumfrage.

Grund dafür ist schlicht, dass viele E-Sport-Titel zugunsten besserer Performance weiterhin kein Raytracing nutzen und die meisten Spieler weiterhin auf einen Bildschirm mit Full-HD-Auflösung setzen. Grafikkarten mit Kaufpreisen von über 300 Euro sowie entsprechend teure Monitore sind den meisten Spielern offenbar schlicht zu teuer.

Turing und Ampere übernehmen

Nvidias günstigste GPU ist ab sofort die Geforce RTX 3050 , die bei Händlern ab rund 200 Euro erhältlich ist und gemäß ihrem Namen auch Raytracing unterstützt. Mittelfristig dürfte der Hersteller außerdem weitere Grafikkarten der Ada-Generation auf den Markt bringen, die nächste Gelegenheit wäre die im März stattfindende GTC in San Francisco, auf der Nvidia mutmaßlich auch den Nachfolger der Ada-Architektur ankündigen wird.

Ob Nvidia den traditionsträchtigen Namen mit einer neuen Einsteiger-Serie allerdings noch einmal aufleben lassen wird, ist durchaus fraglich. Seit einigen Jahren legt der Hersteller neben der Hardwareentwicklung einen immer stärkeren Fokus auf Softwarefunktionen wie DLSS und DLSS3 Frame Generation. Nicht zuletzt deshalb dürfte Nvidia versuchen, die immer stärker Software-gestützten Grafikkarten von älteren Modellen abzugrenzen.


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