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N3 statt N6/N7: TSMC rüstet zweites Werk in Japan moderner aus als geplant

TSMCs zweitem Werk in Japan hat zwischenzeitlich die Perspektive gefehlt. Eine Neuausrichtung und der KI-Boom bringen sie zurück.
/ Johannes Hiltscher
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Die erste Produktionslinie des Konsortiums JASM, die zweite wird daneben gebaut. (Bild: JASM)
Die erste Produktionslinie des Konsortiums JASM, die zweite wird daneben gebaut. Bild: JASM

Bereits nach wenigen Monaten hat TSMC 2025 den Bau der zweiten Produktionslinie des vom Konsortium JASM mit Sony, Denso und Toyota betriebenen Werks im japanischen Kumamoto gestoppt. Diese sollte eigentlich ab 2027 mit 6- und 7-nm-Prozessen (N6/N7) fertigen , doch die Nachfrage seitens japanischer Kunden fehlte. TSMC stoppte den Bau, um eine Neuausrichtung zu planen. Die sieht nun eine Ausrüstung für TSMCs 3-nm-Prozesse (N3) vor, wie Nikkei Asia berichtet(öffnet im neuen Fenster) .

Mit den Prozessen der N3-Familie werden zunehmend mehr Chips für KI-Beschleuniger gefertigt. Nach AWS Trainium3 und Microsofts Maia 200 wird auch Nvidias Rubin-Generation N3P nutzen. TSMCs Fertigungskapazität ist hier aktuell ein begrenzender Faktor. KI-Unternehmen würden gern mehr Chips kaufen, was teils zu Unmut gegenüber TSMC und Plänen für eigene Fabs führt.

Der Auftragsfertiger erwartet für die kommenden Jahre weiterhin hohe Nachfrage , auch wenn das Unternehmen nicht so schnell ausbauen möchte, wie einige Tech-CEOs es gern hätten. In Japan weitere 3-nm-Kapazitäten aufzubauen, erscheint damit durchaus sinnvoll, auch wenn die dort gefertigten Wafer zum Packaging nach Taiwan gebracht werden müssen.

Späterer Produktionsstart möglich

Durch den zeitweiligen Baustopp könnte sich allerdings der Produktionsstart um einige Monate verzögern. Eigentlich sollte das zweite Werk Ende 2027 die Serienfertigung aufnehmen, dies könnte sich ins Jahr 2028 verschieben.

Kumamoto wäre nach Arizona dann das zweite TSMC-Werk, das 3-nm-Fertigung außerhalb Taiwans anbietet. Hier soll die Produktion bereits Mitte 2027 starten. In Japan hat TSMC mit Rapidus bei Produktionsstart bereits einen Konkurrenten, der modernere Fertigung anbietet. TSMC hingegen darf seinen Ende 2025 angelaufenen N2-Prozess vorerst nur in Taiwan fertigen .


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