Zum Hauptinhalt Zur Navigation

(N)Onliner Atlas: Kaum noch Zuwachs bei Internetnutzung in Deutschland

Der Markt für Internetanschlüsse in Deutschland scheint fast gesättigt. Höherer Zuwachs zeigt sich nur noch bei Menschen ab 70 Jahren.
/ Achim Sawall
12 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
(N)Onliner Atlas (Bild: (N)Onliner Atlas)
(N)Onliner Atlas Bild: (N)Onliner Atlas

Laut der Studie (N)Onliner Atlas(öffnet im neuen Fenster) gab es 2011 nur noch einen schwachen Zuwachs von 0,9 Prozent bei der Internetnutzung in Deutschland. Das gab die Initiative D21 am 26. Juni 2012 bekannt. Damit waren 75,6 Prozent der Deutschen online.

Die Initiative D21 erklärte: "Der geringe Zuwachs von 0,9 Prozentpunkten zeigt, dass sich der Trend der vergangenen Jahre bestätigt und die Internetzuwachsraten zunehmend stagnieren. Nur wenige Deutsche haben innerhalb des vergangenen Jahres das Internet für sich entdeckt und auch die Anzahl der Nutzungsplaner ist erneut leicht gesunken. Gaben 2011 noch 3,3 Prozent der Deutschen an, das Internet innerhalb der nächsten zwölf Monate nutzen zu wollen, sind es 2012 nur noch 3,1 Prozent."

Der Zuwachs kommt vor allem aus den Gruppen, in denen das Internet bisher noch wenig genutzt wurde. So können die ab 70-Jährigen einen Zuwachs von 3,6 Prozent auf 28,2 Prozent aufweisen. Auch die Gruppe der 60- bis 69-Jährigen hat sich von 57,3 Prozent im Vorjahr auf 60,4 Prozent Internetnutzer gesteigert. Die ab 50-Jährigen können sich mit einem Wachstum von 2,2 Prozent erneut überdurchschnittlich verbessern. Die Bevölkerungsgruppe liegt nun bei einer Internetpenetration von 54,7 Prozent. Frauen ab 50 weisen sogar Wachstumsraten von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf und erreichen 46,9 Prozent.

Der Anteil der Deutschen, die "breitbandiges Internet" nutzen, ist um 4,6 Prozent auf 57,1 Prozent gestiegen. Wichtigste Zugangsart bleibt mit 42,2 Prozent der DSL-Anschluss. 8,5 Prozent beziehungsweise 5,1 Prozent der Befragten gehen zu Hause hauptsächlich über das TV-Kabelnetz oder Mobilfunk online. Im Vorjahr waren dies noch 5,9 beziehungsweise 2,9 Prozent. Die Zahl derjenigen, die Internet über Kabel nutzen, hat sich somit um 44 Prozent gesteigert, bei den Mobilfunknutzern sind es 76 Prozent.

TNS Infratest führte für die Initiative D21 rund 30.000 Interviews durch. "Breitbandiges Internet" wurde nicht definiert, damit handelt es sich hier um "gefühltes Breitband" .


Relevante Themen