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Server-Rack mit Elbrus-4S-Prozessoren
Server-Rack mit Elbrus-4S-Prozessoren (Bild: MZST)

MZST: Russischer Elbrus-Prozessor nur auf Anfrage erhältlich

Server-Rack mit Elbrus-4S-Prozessoren
Server-Rack mit Elbrus-4S-Prozessoren (Bild: MZST)

Vier Kerne und ein Fertigungsverfahren von 2007: Der Elbrus-4S genannte Prozessor des Moskauer Zentrums für Sparc-Technologie ist in Komplett-PCs oder als Server-Rack verfügbar. Russland möchte sich so unabhängiger von den USA machen.

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Das Moskauer Zentrum für Sparc-Technologie (MZST) hat angekündigt, Komplett-PCs und Server-Racks mit dem in Russland entwickelten Elbrus-4S-Prozessor zu verkaufen. Die Systeme sind nur auf telefonische oder schriftliche Anfrage erhältlich, der Käufer muss zudem legitimiert sein. Aus technischer Sicht ist der Elbrus-4S-Prozessor interessant, aber stark veraltet - immerhin läuft das über ein Jahrzehnt alte Doom 3 darauf.

Im Komplett-PC stecken ein Elbrus-Prozessor, 24 GByte DDR3-Arbeitsspeicher in drei Bänken, eine Radeon-Grafikkarte der HD-6000-Serie, ein DVD-Brenner, eine 1-TByte-Festplatte und eine 128-GByte-SSD. Das System unterstützt USB 2.0 sowie Gigabit-Ethernet, ein nicht näher benanntes Linux ist vorinstalliert.

Das Server-Rack besteht aus vier Elbrus-Prozessoren und zwölf Steckplätzen für bis zu 384 GByte DDR3-Arbeitsspeicher, hinzu kommen bis zu drei Festplatten und ein PCIe-1.0-Steckplatz mit acht Lanes für Erweiterungskarten. Die maximale Leistungsaufnahme eines Racks soll bei bis zu 1.400 Watt liegen.

Ungewöhnliche Architektur trifft auf alte Technik

Der Elbrus-4S-Prozessor basiert auf einem VLIW-Design, das steht für Very Long Instruction Word und beschreibt eine heute nur noch selten verwendete Architektur. Zu den bekannteren VLIW-Chips zählen AMD-Grafikkarten wie die Radeon HD 5870 und Intels gefloppte Itanium-Prozessoren, bei denen eine abgewandelte VLIW-Technik namens Epic eingesetzt wird.

Hergestellt werden der Elbrus-4S und seine 986 Millionen Transistoren in TSMCS planarem 65-Nanometer-Verfahren, das seit 2007 angeboten wird. Mit einem aktuellen 14-nm-FinFET-Prozess, wie ihn Intel und Samsung anbieten, dürften die Taktraten um ein Vielfaches höher und die Leistungsaufnahme drastisch geringer ein. Dem MZST zufolge erreicht jeder der vier Kerne des Elbrus-4S einen Takt von bis zu 800 MHz, die thermische Verlustleistung des kompletten Chips soll bei bis zu 45 Watt liegen.

Schnellere 8-Kern-Version befindet sich in Entwicklung

Jeder Kern arbeitet mit 64 KByte L1-Daten- und 128 KByte Instruktionen-Cache, hinzu kommen 8 MByte L2-Cache für alle Rechenheiten. Pro Takt soll ein Elbrus-Kern 23 Operationen durchführen, die maximale Geschwindigkeit bei einfacher Genauigkeit (32 Bit) beträgt geringe 50 Gflops. Dieser Wert sagt jedoch wenig aus und ist nicht direkt mit anderen Architektur vergleichbar.

Künftig möchte das MZST die Leistung seiner Elbrus-Chips kräftig steigern: Der Elbrus-8C bietet eine 64- statt 32-Bit-Unterstützung, acht Kerne mit bis zu 1,3 GHz und wird bei TSMC im halbwegs aktuellen 28-nm-Verfahren gefertigt. Die Veröffentlichung ist für 2015 geplant.


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ELKINATOR 12. Mai 2015

Alles von Intel/AMD ist zu 100% RISC...

Anonymer Nutzer 12. Mai 2015

Sorry aber das ist Unsinn... Nichts auf der Welt ist perfekt geheim... Wenn es eine...

SchmuseTigger 12. Mai 2015

Bist du dir sicher? Ich meine das Ding sieht so gar nicht nach Avionik aus. Also von dem...

RechtsVerdreher 12. Mai 2015

Liegt meiner Meinung nach vielleicht an der Einstellung der Leute hier. Sobald man sich...



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