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Mythos: Anthropics neues KI-Modell soll kein Hacker-Tool werden

Anthropics neues KI -Modell Mythos ist da – aber nicht für alle. Zwölf ausgewählte Organisationen testen es vorher auf Sicherheitslücken.
/ Michael Linden
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KI soll mit dem Project Glasswing erst abgesichert werden. (Bild: Antrophic)
KI soll mit dem Project Glasswing erst abgesichert werden. Bild: Antrophic

Anthropic hat eine Vorschauversion seines neuen KI-Modells Mythos veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) . Zugang bekommt zunächst nur ein handverlesener Kreis aus dem Sicherheitsprogramm Project Glasswing. Dessen Ziel: kritische Software systematisch auf Schwachstellen abklopfen.

Laut Anthropic identifizierte Mythos in den vergangenen Wochen Tausende Zero-Day-Lücken(öffnet im neuen Fenster) , viele davon sind kritisch eingestuft, manche davon bis zu 20 Jahre alt. Das Modell wurde nicht speziell für Cybersicherheit trainiert – es gilt als Allzweckmodell mit starken Fähigkeiten im agentischen Programmieren und Schlussfolgern.

Ein exklusiver Kreis großer Tech-Konzerne

Insgesamt erhalten 40 Organisationen Zugang zur Vorschauversion, darunter Amazon, Apple, Broadcom, Cisco, Crowdstrike, die Linux Foundation, Microsoft und Palo Alto Networks. Die Partner sollen ihre Erkenntnisse mit der Tech-Industrie teilen.

Anthropic ordnet Mythos oberhalb der bisherigen Opus-Reihe ein. In einem versehentlich öffentlich zugänglichen internen Dokument – dort noch unter dem Arbeitsnamen Capybara geführt – hieß es, es sei bei weitem das mächtigste KI-Modell, das das Unternehmen je entwickelt habe.

Dass das Modell theoretisch auch zur Ausnutzung von Sicherheitslücken missbraucht werden könnte, räumt Anthropic selbst ein. Genau deshalb, so das Unternehmen, werde es zunächst nur unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt, mit Fokus auf Verteidigung, nicht auf Angriff.


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