• IT-Karriere:
  • Services:

Mypio: Vollwertige zweite Mobilfunknummer ohne Dual-SIM-Technik

Eine zweite Handynummer ohne VoIP-Einsatz oder Dual-SIM-Technik, das macht der Dienst Mypio möglich. So kann ein Smartphone nur für einige Wochen mit einer zweiten Rufnummer versehen werden - inklusive SMS-Unterstützung. Zudem können Nutzer unkompliziert die Ersatzrufnummer wechseln.

Artikel veröffentlicht am ,
Mypio startet am 12. September in Deutschland.
Mypio startet am 12. September in Deutschland. (Bild: Pixabay.com/CC0)

Schnell und unkompliziert eine zweite Mobilfunkrufnummer auf dem Smartphone haben - dies verspricht das österreichische Unternehmen Digital Privacy und startet am 12. September 2018 den Dienste Mypio in Deutschland. Dabei nutzt das Unternehmen keine VoIP-Technik, so dass Kunden auch ohne schnelle Internetverbindung telefonisch unter der Zweitnummer erreichbar sind - ohne dass ein Dual-SIM-Smartphone vorhanden sein muss. Zudem kann die Mypio-Rufnummer auch für ausgehende Anrufe genutzt werden, so dass die eigene Rufnummer nicht übertragen wird.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Raum Nürnberg
  2. über duerenhoff GmbH, Raum Hamburg, Bremen

Seit knapp einem Jahr ist Mypio bereits in Österreich verfügbar, anlässlich der Ifa hat der Anbieter den baldigen Start in Deutschland bekannt gegeben. Mypio richtet sich an Nutzer, die eine vollwertige zweite Mobilfunkrufnummer inklusive SMS-Funktion benötigen. Wer sich eine Zweitrufnummer über einen VoIP-Anbieter bucht, erhalte oftmals keine SMS-Funktionen, diese Lücke will Digital Privacy schließen.

Als Zielgrpuppe sieht der Anbieter Kleinunternehmer, die nicht ihre private Mobilfunkrufnummer an Kunden weiterreichen wollen. Der Kleinunternehmer kann so besser berufliche Anrufe von privaten unterscheiden - ohne dafür ein Smartphone mit Dual-SIM-Technik nutzen zu müssen. Als weiteres Beispiel nennt Digital Privacy alle Einsatzzwecke, bei der Kunden nicht ihre reguläre Mobilfunkrufnummer angeben wollen, wenn sie sich bei anderen Diensten mit einer Mobilfunkrufnummer registrieren müssen. Als spezielle Zielgruppe werden Lehrer genannt, die etwa auf einer Klassenreise für die Schüler erreichbar sein müssen, aber dafür nicht die private Mobilfunkrufnummer weitergeben möchten.

Technisch entspricht der Mypio-Dienst einer virtuellen Rufnummer, die über die Hauptrufnummer abgewickelt wird. Wer also eine SIM-Karte der Deutschen Telekom besitzt, führt auch bei der Mypio-Nutzung alle Anrufe über das Telekom-Netz durch. Ein ausgehender Anruf wird dabei abgefangen und der Anruf wird mit der Mypio-Rufnummer versehen. Der Angerufene sieht dann die Mypio-Rufnummer auf dem Display. Technisch funktioniert die Lösung nicht mit SIM-Karten aus anderen Ländern, es wird also eine SIM-Karte eines deutschen Anbieters benötigt.

Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Prepaid-Tarif oder einen Laufzeitvertrag handelt. Idealerweise hat der Kunde eine Telefon-Flatrate oder ein entsprechend großes Inklusivvolumen, weil ja alle Anrufe der zweiten Rufnummer über die Haupt-SIM-Karte abgewickelt werden. Die Mypio-Rufnummer kann ohne bestehende Internetverbindung verwendet werden, der Rufaufbau dauert dann allerdings etwas länger. Der Versand und Empfang von SMS ist hingegen nur bei bestehender Internetverbindung möglich.

Alles läuft über die Mypio-App

Für die Mypio-Nutzung ist eine App für Android oder iOS erforderlich. In der App kann mit wenigen Klicks eine neue Rufnummer registriert werden - bei einer Vorführung auf der Ifa war das in weniger als drei Minuten erledigt. Für die Nutzung der Zweitrufnummer ist eine Registrierung, aber keine Identifizierung erforderlich, wie es bei der Einrichtung neuer SIM-Karten in Deutschland vorgeschrieben ist.

Alle Anrufe über die Mypio-Rufnummer laufen dann über die Mypio-App, auch alle SMS werden darin gesammelt. Es ist für den Nutzer also problemlos möglich, die Anrufe und Kurzmitteilungen der Hauptrufnummer frei von den Mypio-Aktivitäten zu halten. Innerhalb der Mypio-App gibt es ein eigenes Adressbuch, so dass sich bequem berufliche und private Kontakte separieren lassen; Importmöglichkeiten sind vorhanden.

Wer eine Mypio-Rufnummer nur kurze Zeit verwendet, kann die Rufnummer wechseln. Dann sollte innerhalb weniger Minuten eine neue Rufnummer zur Verfügung stehen. Für den Wechsel der Mypio-Rufnummer wird eine einmalige Gebühr von 1,95 Euro verlangt.

Mypio kostet monatliche Gebühren

Die Nutzung einer Mypio-Rufnummer ist mit monatlichen Fixkosten verbunden, es gibt drei Tarifpakete. Mypio S kostet mit einer Rufnummer und einer Laufzeit von vier Wochen 3,95 Euro und umfasst 100 Einheiten für Telefonate und SMS. In diesem Tarif kostet auch jede eingehende SMS und jeder eingehende Anruf, der pro Minute abgerechnet wird. Wer also von anderen auf der Mypio-Rufnummer angerufen wird und 50 Minuten spricht, muss dafür 50 Einheiten abgeben. Zum Tarif gehören eine Voicemail-Funktion sowie die Möglichkeit, die Rufnummer jederzeit abzuschalten oder bestimmte Rufnummern auf eine Blacklist zu packen, so dass Anrufe von diesen Rufnummern nicht durchkommen.

Der Tarif Mypio M enthält 300 Freieinheiten für Telefonate und SMS und kostet mit einer Laufzeit von vier Wochen 8,95 Euro. In diesem Tarif sind alle eingehenden Anrufe im Preis enthalten und werden nicht einzeln abgerechnet, das gilt aber nicht für SMS. Ansonsten stehen hier die gleichen Funktionen wie im S-Tarif zur Verfügung.

Der teuerste Tarif kostet 16,95 Euro und hat ebenfalls eine Laufzeit von vier Wochen. Auch hier sind alle eingehenden Anrufe im Preis enthalten, es gibt aber 1.000 Freieinheiten für Telefonate und SMS. Der Anbieter erwägt das große Paket bei gleichem Preis als Telefon-Flatrate anzubieten, noch ist das aber nicht entschieden.

Wenn die Inklusiveinheiten aufgebraucht sind, kann der Kunde in allen Tarifen weitere Einheiten dazubuchen. 25 Einheiten kosten 1,95 Euro, für 2,95 Euro gibt es 50 Einheiten, für 100 Einheiten werden 4,95 Euro verlangt, für 300 Einheiten fallen 9,95 Euro an und für 600 Einheiten werden 14,95 Euro veranschlagt.

Der Dienst von Mypio Free kann drei Monate ausprobiert werden, ohne dass weitere Gebühren anfallen. Der Free-Tarif entspricht dem S-Tarif, hat aber deutlich weniger Inklusiveinheiten. Für eine Laufzeit von drei Monaten stehen gerade mal 30 Freieinheiten zur Verfügung. Nach einer halben Stunde Telefonie ist das Volumen ausgeschöpft. Kunden können jederzeit in einen höheren Tarif wechseln, der Tarifwechsel nach unten ist zum Ende der Laufzeit des Tarifs möglich.

Es gibt Überlegungen Tarife mit längerer Laufzeit anzubieten, bei denen die monatlichen Kosten sinken würden, sagte Ralf Müller von Digital Privacy, der für Mypio verantwortlich ist. Ab dem 24. September 2018 soll es möglich sein, mehrere Mypio-Rufnummern parallel zu nutzen.

Nachtrag vom 7. Februar 2019

Mypio ist nicht länger verfügbar. Der Anbieter des Dienstes hat Insolvenz angemeldet. Weitere Details dazu gibt es in einem gesonderten Bericht zu dem laufenden Insolvenzverfahren.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 34,99€ (Release: 23. Juli)
  2. (u. a. Go Pro Hero 7 Black Holiday für 277€, JBL Soundbar 2.1 BLKEP für 222€)
  3. (u. a. Inception 4K-UHD für 22,98€, Blade Runner: Final Cut 4K-UHD für 22,99€, Passengers 3D...
  4. 1.077€ (Vergleichspreis 1.299€)

berritorre 30. Aug 2018

Das ist mit sicherheit die sauberste Lösung, alles andere ist nur eine Krücke.

berritorre 30. Aug 2018

Auf jeden Fall, das ist auch ein sehr guter Anwendungsbereich. Ist bei mir persönlich...

M.P. 30. Aug 2018


Folgen Sie uns
       


Huawei Mate Xs im Test

Das Mate Xs von Huawei ist ein Smartphone mit faltbarem Display - und für uns das erste, das vom Design her alltagstauglich ist. Das dürfte allerdings zu Lasten der Widerstandsfähigkeit gehen.

Huawei Mate Xs im Test Video aufrufen
Space Force: Die Realität ist witziger als die Fiktion
Space Force
Die Realität ist witziger als die Fiktion

Über Trumps United States Space Force ist schon viel gelacht worden. Steve Carrell hat daraus eine Serie gemacht. Die ist allerdings nicht ganz so lustig geworden.
Von Peter Osteried

  1. Videostreaming Netflix deaktiviert lange nicht genutzte Abos
  2. Corona und Videostreaming Netflix beendet Drosselung der Bitrate, Amazon nicht
  3. Streaming Netflix-Comedyserie zeigt die Anfänge der US Space Force

Ikea Trådfri im Test: Das preisgünstige Smart-Home-System
Ikea Trådfri im Test
Das preisgünstige Smart-Home-System

Ikea beweist, dass ein gutes Smart-Home-System nicht sündhaft teuer sein muss - und das Grundprinzip gefällt uns besser als bei Philips Hue.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Ikea Trådfri Fehlerhafte Firmware ändert Schaltverhalten der Lampen
  2. Fyrtur und Kadrilj Ikeas smarte Rollos lernen Homekit
  3. Trådfri Ikeas dimmbares Filament-Leuchtmittel kostet 10 Euro

DSGVO: Nicht weniger als Staatsversagen
DSGVO
Nicht weniger als Staatsversagen

Unterfinanziert und wirkungslos - so zeigen sich die europäischen Datenschutzbehörden nach zwei Jahren DSGVO gegenüber Konzernen wie Google und Facebook.
Eine Analyse von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Datenschutzverstöße EuGH soll über Verbandsklagerecht entscheiden
  2. DSGVO Proton vergisst Git-Zugang auf Datenschutzwebseite
  3. DSGVO Iren sollen Facebook an EU-Datenschützer abgeben

    •  /