Mypio: Virtuelle Zweitnummer fürs Smartphone ist weg

Die virtuelle Mobilfunkrufnummer von Mypio gibt es nicht mehr. Der Grund: Das österreichische Startup dahinter hat Insolvenz angemeldet. Kunden wurden nicht informiert.

Artikel veröffentlicht am ,
Mypio-Dienst ist nicht mehr nutzbar.
Mypio-Dienst ist nicht mehr nutzbar. (Bild: Pixabay/CC0)

Lange hat das österreichische Startup Digital Privacy nicht durchgehalten. Im September 2018 startete das Startup Mypio in Deutschland, einige Monate später ist der Dienst für eine virtuelle, zweite Mobilfunkrufnummer nicht mehr nutzbar, weil Digital Privacy Insolvenz angemeldet hat. Ein Leser von Golem.de hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass Mypio nicht mehr nutzbar ist. Aufgrund der Insolvenz von Digital Privacy sind derzeit viele Fragen offen.

Stellenmarkt
  1. IT Systemingenieur (m/w/d) M365 Providermanagement
    R+V Allgemeine Versicherung AG, Wiesbaden
  2. DevOps Engineer Online Services (m/w/d)
    Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), Bayreuth, München
Detailsuche

Mypio-Kunden wurden über die Insolvenz des Unternehmens nicht informiert, berichtet ein Leser Golem.de. Die betroffenen Kunden wussten daher nicht, warum der Dienst nicht mehr nutzbar war. Der komplette Dienst wurde wohl Ende Januar 2019 oder Anfang Februar 2019 eingestellt. Das genaue Aus lässt sich nicht ganz klar bestimmen. Die Schließung des Unternehmens wurde vom zuständigen Handelsgericht in Wien am 17. Januar 2019 angeordnet.

Das in Österreich laufende Insolvenzverfahren wurde bereits Anfang Dezember 2018 eingeleitet, wie ein Blick in die Unterlagen zur Insolvenzverwaltung zeigt. Das Handelsgericht in Wien hat bereits am 12. Dezember 2018 angeordnet, dass die Teilbereiche Support und Entwicklung bei Digital Privacy geschlossen werden müssen. Kunden wurden darüber nicht informiert, auf dem Twitter-Kanal des Startups finden sich dazu keine Angaben. Stattdessen hieß es noch am 21. Dezember 2018 auf Twitter, dass Support-Anfragen "aufgrund der Feiertage" "zwischen 24.12. und 31.12. länger dauern" könnten. Kein Verweis auf das Insolvenzverfahren. Das Startup hat Twitter-Anfragen von Kunden nicht beantwortet, die wissen wollen, warum der Dienst nicht mehr verfügbar ist.

Mypio-Webseite funktioniert nicht mehr, Apps nicht mehr verfügbar

Die Mypio-Webseite zeigt keinerlei Daten mehr an - auf die laufende Insolvenz wird nicht hingewiesen. Es gibt auf der Webseite nur die Information, dass Wartungsarbeiten laufen würden. Die Mypio-App ist sowohl in Apples App Store als auch in Google Play Store nicht mehr verfügbar. Wie uns ein Leser berichtet, ist die Mypio-App seit mindestens einer Woche auch nicht mehr nutzbar.

Golem Karrierewelt
  1. Kubernetes Dive-in-Workshop: virtueller Drei-Tage-Workshop
    17.-19.01.2023, Virtuell
  2. C++ Programmierung Basics: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    09.-13.01.2023, virtuell
Weitere IT-Trainings

Nach einem Bericht des Kurier wurden 6,5 Millionen Euro in das Startup investiert. Monatlich soll das Unternehmen einen Verlust von 100.000 bis 150.000 Euro gehabt haben. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens können Gläubiger bis zum 12. Februar 2019 ihre Forderungen anmelden.

Der Mypio-Dienst von Digital Privacy bot eine zweite Mobilfunkrufnummer ohne VoIP-Einsatz oder Dual-SIM-Technik. Der Dienst war kostenpflichtig und für Kunden gedacht, die ihre private Rufnummer nicht weitergeben wollten. Sie konnten dann auf Mypio zurückgreifen. Neben Anrufen wurden auch SMS unterstützt, so dass wie mit einer normalen Zweitnummer darüber kommuniziert werden konnte.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


plutoniumsulfat 10. Feb 2019

Sich natürlich ein neues kaufen, Apple braucht langsam wieder höhere Gewinne ;)

plutoniumsulfat 08. Feb 2019

Das alte Handy in der Schublade tuts dafür genauso.

Grauer_Star 08. Feb 2019

Den Dienst gab es in Österreich schon länger er ist nur im September letzten Jahres in...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Urheberrechtsverletzung
US-Marine muss Strafe an deutsche Firma bezahlen

Noch während der Lizenzverhandlungen installierte die US-Marine eine Software auf über 500.000 Rechnern. Sechs Jahre später muss sie dafür bezahlen.

Urheberrechtsverletzung: US-Marine muss Strafe an deutsche Firma bezahlen
Artikel
  1. Karmesin und Purpur: Nintendo entschuldigt sich für Probleme mit Pokémon
    Karmesin und Purpur
    Nintendo entschuldigt sich für Probleme mit Pokémon

    Schwache Grafik und trotzdem Ruckler: Viele Spieler ärgern sich über den technischen Zustand von Pokémon Karmesin/Purpur.

  2. Bayern: Arbeitszeit von mehr als 10 Stunden am Tag gefordert
    Bayern
    Arbeitszeit von mehr als 10 Stunden am Tag gefordert

    Die bayerische Arbeitsministerin plädiert für mehr Flexibilität am Arbeitsplatz und will mehr als zehn Stunden Arbeit pro Tag erlauben.

  3. EuGH: Google legt erneut Einspruch gegen Milliardenstrafe ein
    EuGH
    Google legt erneut Einspruch gegen Milliardenstrafe ein

    Google will keine 4,125 Milliarden Euro zahlen und zieht mit dem Fall vor den Europäischen Gerichthof. Es geht um Android.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 jetzt bestellbar • LG OLED TV (2022) 55" 120Hz 949€ • Mindstar: Geforce RTX 4080 1.449€ • Tiefstpreise: G.Skill 32GB Kitt DDR5-7200 • 351,99€ Crucial SSD 4TB 319€, HTC Vive Pro 2 659€ • Samsung Cyber Week • Top-TVs (2022) LG & Samsung über 40% günstiger [Werbung]
    •  /