Abo
  • IT-Karriere:

MyFC Jaq: Externe Brennstoffzelle für Smartphones als Abomodell

Schon 2011 wollte MyFC einen externen Brennstoffzellen-Akkuersatz auf den Markt bringen, allerdings zu einem hohen Preis. Mittlerweile hat das Unternehmen umgedacht und will monatlich Gebühren verlangen.

Artikel veröffentlicht am ,
MyFC Jaq mit einem eingesteckten Energiemodul
MyFC Jaq mit einem eingesteckten Energiemodul (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Der Hersteller MyFC hat auf der Mobilmesse Mobile World Congress (MWC) ein mobiles Ladegerät für USB-Geräte mit dem Namen Jaq vorgestellt. Statt auf einen Akku setzt das Unternehmen auf eine Brennstoffzelle und entsprechende Module (Powercards), um Geräte aufzuladen.

Stellenmarkt
  1. spectrumK GmbH, Berlin
  2. operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main

In der ersten Ausführung sollen die Powercards der Brennstoffzelle nur mit einem 900-mAh-Akku vergleichbar sein, was für die Hälfte der Ladung eines iPhone 6S reichen soll. Das ist ziemlich wenig, wenn man bedenkt, dass selbst günstige Akkupacks in der entsprechenden Größe deutlich mehr leisten. Der Vorteil von Powercards liegt aber in der Unabhängigkeit von einer Stromquelle.

Praktisch für Reisen

Wer etwa länger auf Reisen ist, kann ein paar der Powercards als Reserve mitnehmen. Für längere Wanderungen bietet sich dies beispielsweise als Alternative zu langsam arbeitenden Solarpanels an. Im typischen Arbeitsalltag ist aber ein Akkupack praktischer im Betrieb - ob der Anwender nun daran denken muss, Powercards mitzunehmen oder sein Akkupack über Nacht aufzuladen, ist kein großer Unterschied.

Erst später soll eine Variante auf den Markt kommen, die einem 1.800er-mAh-Akku entsprechen soll. Wir gehen davon aus, dass es sich um ein typisches 3,6- bis 3,8-Volt-Äquivalent handeln wird. Leider fehlt es an einer Wattstunden-Angabe. Das 180 Gramm schwere Ladegerät ist in der Lage, ein Gerät mit bis zu 5 Watt zu laden.

Powercards können wiederverwertet werden

Eine Powercard wiegt etwa 40 Gramm. Die Powercards können laut MyFC umweltfreundlich wiederverwertet werden, aber auch die Entsorgung über den Hausmüll ist zulässig.

Jaq soll im vierten Quartal auf den Markt kommen. Vermutlich bezieht sich das auf den US-Markt, denn die Preise werden mit 3 bis 4 US-Dollar angegeben. Sie gelten im Rahmen eines Abonnements über einen Netzprovider. Im Marketingmaterial gibt es zwar auch Hinweise für einen Verkauf, doch auf dem MWC sagte MyFC, dass Jaq nicht verkauft werden solle. Details, wie viele Powercards pro Monat möglich sind, nannte das Unternehmen nicht.

MyFC ist ein alter Bekannter

Schon vor fünf Jahren wollte MyFC Akkupacks durch eine mobile Brennstoffzelle ersetzen, damals für stolze 185 Euro. Mittlerweile kostet das System nur noch rund 100 Euro. Ein Brennstoffzellen-Pack reicht für die Einmalbereitstellung von 4 bis 6 Wattstunden.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 369€ + Versand
  2. 127,99€ (Bestpreis!)
  3. 114,99€ (Release am 5. Dezember)

der_wahre_hannes 23. Feb 2016

Irgendwann muss man ja auch mal schlafen. Und das tut man in der Regel dann doch länger...

der_wahre_hannes 23. Feb 2016

Also von Akkus. Batterien sind nicht wiederaufladbar. :P

Mixermachine 23. Feb 2016

Und kommt dann manchmal sogar in einem schönen Alugehäuse daher. Als Beispiel kann man...

Balion 23. Feb 2016

Würde ich nur machen, wenn die Dinger entsprechend geschützt sind vor Feuer. Ansonsten...

kvoram 23. Feb 2016

Es gibt KEINEN Vorteil in der Praxis. Das ist alles nur Marketing-Bullshit.


Folgen Sie uns
       


Wasserstoff-Mercedes GLC F-Cell im Test

Der Mercedes GLC F-Cell ist eines der wenigen Serienfahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb. Wir haben das Auto getestet.

Wasserstoff-Mercedes GLC F-Cell im Test Video aufrufen
Ursula von der Leyen: Von Zensursula zur EU-Kommissionspräsidentin
Ursula von der Leyen
Von "Zensursula" zur EU-Kommissionspräsidentin

Nach der "Rede ihres Lebens" hat das Europäische Parlament am Dienstagabend Ursula von der Leyen an die Spitze der EU-Kommission gewählt. Die Christdemokratin will sich in ihrem neuen Amt binnen 100 Tagen für einen Ethik-Rahmen für KI und ambitioniertere Klimaziele stark machen. Den Planeten retten, lautet ihr ganz großer Vorsatz.
Ein Bericht von Justus Staufburg

  1. Adsense for Search Neue Milliardenstrafe gegen Google in der EU

Energie: Wo die Wasserstoffqualität getestet wird
Energie
Wo die Wasserstoffqualität getestet wird

Damit eine Brennstoffzelle einwandfrei arbeitet, braucht sie sauberen Wasserstoff. Wie aber lassen sich Verunreinigungen bis auf ein milliardstel Teil erfassen? Am Testfeld Wasserstoff in Duisburg wird das erprobt - und andere Technik für die Wasserstoffwirtschaft.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Autos Elektro, Brennstoffzelle oder Diesel?
  2. Energiespeicher Heiße Steine sind effizienter als Brennstoffzellen
  3. Klimaschutz Großbritannien probt für den Kohleausstieg

Mobilfunktarife fürs IoT: Die Dinge ins Internet bringen
Mobilfunktarife fürs IoT
Die Dinge ins Internet bringen

Kabellos per Mobilfunk bringt man smarte Geräte am leichtesten ins Internet der Dinge. Dafür haben deutsche Netzanbieter Angebote für Unternehmen wie auch für Privatkunden.
Von Jan Raehm

  1. Smart Lock Forscher hacken Türschlösser mit einfachen Mitteln
  2. Brickerbot 2.0 Neue Schadsoftware möchte IoT-Geräte zerstören
  3. Abus-Alarmanlage RFID-Schlüssel lassen sich klonen

    •  /