My Big Coin: Betrüger erfand Kryptowährung und stahl 6 Millionen Dollar

Der Gründer des Kryptowährungsdienstes und der gleichnamigen Kryptowährung My Big Coin stellte sich als Betrüger heraus. Randall Crater wurde deshalb wegen vier Fällen des Wire Fraud (Drahtbetrug, Computerbetrug, Überweisungsbetrug) und wegen Geldwäsche angeklagt(öffnet im neuen Fenster) (via The Register(öffnet im neuen Fenster) ). Für den 51-Jährigen kann das mehrere Jahrzehnte Gefängnisstrafe bedeuten. Er soll am 27. Oktober von einem US-Gericht verurteilt werden.
Der Gründer betrog Kunden über die mittlerweile inaktive Plattform My Big Coin um wohl insgesamt knapp 6 Millionen US-Dollar. Kunden konnten echtes Geld in die Kryptowährung investieren. Die Tokens wurden auf von der Firma verwalteten Wallets gehalten. Das Versprechen: My Big Coins sollten jederzeit wieder in physisches Geld oder in diverse Dienstleistungen und Produkte gesteckt werden.
Kunden anlügen und Juwelen kaufen
Laut der Datenbank Crunchbase(öffnet im neuen Fenster) war die Währung zu einem Zeitpunkt mit 310 US-Dollar beziffert. Es sollte eine maximale Anzahl an 30 Millionen Tokens geben, bei einer jährlichen Ausschüttung von maximal einer Million My Big Coin. Kunden kauften die Währung offenbar auch, wurden aber mit der Zeit skeptisch. In den Jahren 2014 bis 2017 logen Crater und seine Teammitglieder deshalb und versprachen, dass die Währung von etwa 300 Millionen US-Dollar an Gold-, Öl- und anderen Werten gestützt würde. Das würde der Kryptowährung eine Art Gegenwert in der echten Welt geben, ähnlich wie es bei nationalen physischen Währungen der Fall ist.
Insgesamt 6 Millionen US-Dollar konnte der Betrüger dadurch erlangen. Einen Teil des Geldes steckte er wohl in Antiquitäten und seltene Artefakte, darunter Juwelen, Kunstwerke und einen seltenen Stein. Dieser sei wohl fast 90.000 US-Dollar wert. Im Februar 2019 wurden er und weitere Mitglieder vom FBI festgenommen(öffnet im neuen Fenster) , darunter auch CEO John Roche und die beiden Assistenten Mark Gillespie und Michael Kruger.