MWCS21: In China läuft eine Mobilfunkmesse mit wohl 20.000 Besuchern

Während in Deutschland die IT-Branche noch in Unterwäsche im Homeoffice sitzt, läuft in dieser Woche in Schanghai die Branchenmesse Mobile World Congress 2021 (MWCS21). Trotz Corona.

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Volle Messehallen beim Mobile World Congress Shanghai
Volle Messehallen beim Mobile World Congress Shanghai (Bild: MWCS)

Vom 23. bis 25. Februar sind im Shanghai New International Expo Center und im Kerry Hotel Pudong bis zu 20.000 Besucher aus der Mobilfunkbranche persönlich anwesend. Viele andere verfolgen von zu Hause aus die wichtige Branchenmesse über My MWCS Online. Eine chinesische Beschäftigte in der Branche auf der Messe kann mit der Frage von Golem.de, "wie es unter den besonderen Bedingungen läuft", nicht viel anfangen. Wir haken nach und wollen wissen, was denn anders wäre, wenn es die Corona-Situation nicht gäbe. "Dann wäre der MWC in Barcelona und nicht in Shanghai", sagt sie einfach.

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Wer öfters nach China reist, weiß, dass für ihre Verwunderung mehrere Faktoren zusammenkommen: In dem Land ist die Corona-Situation halbwegs im Griff. Masken tragen die Menschen dort auch in normalen Zeiten viel mehr als hierzulande. Fiebermessen in der Öffentlichkeit ist auch normal, das Sammeln persönlicher Daten in dem Überwachungsstaat ebenfalls, was zur Eindämmung einer Pandemie sehr hilfreich ist, weil man schnell weiß, wer wann wo gewesen ist. Nichts an diesem Hygienekonzept ist wohl etwas, das Chinesen besonders erwähnenswert finden. Das macht man einfach. Es gehört zum Alltag und die Branchenvertreterin versteht nicht so recht, was die "Langnasen" mit "besonderen Bedingungen" meinen.

Wenn man aus China, aber nicht aus Schanghai kommt, braucht man für den Besuch des MWCS21 einen negativen Coronatest, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Eine Reihe von Rednern auf dem MWC Shanghai haben sich wegen der schwierigen Einreisebedingungen für eine Präsentation per Livestream oder mit einem zuvor aufgezeichneten Video entschieden. Golem.de ist selbst nicht vor Ort. Laut einem Bericht des ARD-Studios Schanghai müssen Auslandsreisende eine Ausnahmegenehmigung vorweisen und in China bis zu 21 Tage in Corona-Quarantäne. Es komme zu täglichen Blutabnahmen, erzwungenen Computertomografien und rektalen Covid-Tests. Ähnliches kann einem aber auch in Australien und Neuseeland passieren.

MWCS21: Besucherzahlen nächste Woche

Wie viele der Besucher der asiatische MWC hat, will eine Sprecherin des Veranstalters GSMA Golem.de erst in der kommende Woche mitteilen. Die GSMA vertritt die Interessen von mehr als 750 Mobilfunkbetreibern und fast 400 Unternehmen im breiteren mobilen Ökosystem. "Es waren schwierige 12 Monate, aber es zeichnet sich ein Weg in eine Welt nach der Pandemie ab. Wichtig ist, dass 5G und Mobilkommunikation im Mittelpunkt dieser Erholung stehen", sagte Mats Granryd, Generaldirektor der GSMA, in einer Erklärung am Dienstag. "Wir planen bereits die Rückkehr des MWC Barcelona in diesem Sommer. Die in Schanghai geschaffene Dynamik wird auf die Veranstaltung in Barcelona übertragen, die den nächsten Schritt für unsere Branche darstellt." Ob es wirklich dazu kommt, ist natürlich nicht sicher.

5G: Im Osten nicht viel Neues

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Der neue Mobilfunkstandard 5G und seine Nachfolger sind das Kernthema der Messe. Ke Ruiwen, Vorstandschef von China Telecom, sagte in seiner Rede auf der MWCS: "5G befindet sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium und erfordert die gemeinsamen Anstrengungen aller Branchen, um die Kundenerwartungen vollständig zu erfüllen."

Die kumulierten Investitionen China in die Entwicklung von 5G-Netzen haben "260 Milliarden Yuan (40 Milliarden US-Dollar) überschritten", sagte Liu Liehong, Vizeminister im Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT), während seiner Präsentation des MWCS. Er erklärte, dass 5G-Geräte mehr als 90 Prozent des Gesamtumsatzes auf dem Inlandsmarkt für Smartphones im mittlerem bis High-End-Preissegment ausmachten.

Laut Liu hat China bisher mehr als 718.000 5G-Basisstationen errichtet, was etwa 70 Prozent der weltweit eingesetzten Stationen entspricht. China plant, in diesem Jahr mindestens 600.000 weitere 5G-Basisstationen aufzubauen.

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