Abo
  • Services:

MVNO: Freenet lehnt 5G ab

Freenet-Chef Christoph Vilanek redet den neuen 5G-Standard schlecht und nennt die Technik unendlich teurer und sinnlos für Endkunden. Dabei muss man bedenken, dass er kein eigenes Netz hat und 5G nicht anbieten kann.

Artikel veröffentlicht am ,
Christoph Vilanek, Vorstandsvorsitzender der Freenet Group
Christoph Vilanek, Vorstandsvorsitzender der Freenet Group (Bild: Freenet Group)

Der neue Mobilfunkstandard 5G wird nach Ansicht von Freenet-Chef Christoph Vilanek auf absehbare Zeit keinerlei Bedeutung für Endkunden haben. "Ich sehe in den nächsten fünf Jahren keine Anwendung von 5G für den Endverbraucher", sagte Vilanek im Gespräch mit dem Wirtschaftsmagazin Capital.

Stellenmarkt
  1. ELAXY GmbH, Coburg
  2. Horváth & Partners Management Consultants, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München, Stuttgart

Der Chef von Deutschlands größtem Mobilfunkprovider ohne eigenes Netz warnte zudem vor den massiven Kosten für den Ausbau von 5G. Die Deutsche Telekom etwa schätzt die Kosten für einen flächendeckenden Ausbau in Europa auf 300 bis 500 Milliarden Euro. "5G wird unendlich teuer", so Vilanek, "keiner weiß, wie das refinanziert werden soll."

Freenet ist im Mobilfunk einer der Reseller oder virtuellen Netzbetreiber, die keine eigene Netzinfrastruktur haben und im Fachjargon Mobile Virtual Network Operator (MVNO) genannt werden. Freenets Ablehnung des neuen Mobilfunkstandards kommt wohl daher, dass die Netzbetreiber das 5G-Netz, in das sie Milliarden investieren werden, selbst vermarkten werden, statt es als Vorleistung anzubieten. Nur die Telefónica ist wegen kartellrechtlicher Auflagen aus der E-Plus-Übernahme verpflichtet, Anbietern ohne eigene Netzinfrastruktur Zugang zu gewähren. Die Telefónica Deutschland bekommt von der Konzernzentrale in Madrid wenig Geld und will deswegen einen möglichst späten 5G-Aufbau.

Der neue Mobilfunkstandard kommt bis zum Jahr 2020 und soll 10 GBit/s, bei einigen Anwendungen sogar 20 GBit/s, eine sehr niedrige Latenzzeit von weniger als einer Millisekunde und hohe Verfügbarkeit ermöglichen. Freenet ist zudem Besitzer des Betreibers des digitalen DVB-T2-Sendernetzes Media Broadcast. 5G könnte hier ein Konkurrent werden: Im Forschungsprojekt 5G-Today entsteht im Bayerischen Oberland ein 5G-Testfeld für den Rundfunk. Erprobt wird die großflächige TV-Übertragung im Rundfunkmodus FeMBMS (Further evolved Multimedia Broadcast Multicast Service) in 5G. Assoziierte Partner sind Telefónica Deutschland und der Bayerische Rundfunk, der das 5G FeMBMS-Sendernetz auf seinen Senderstandorten betreibt.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 9,99€

NeoCronos 05. Mai 2018

guckst einfach mal über ein Portal wie check24, da bekommst du VDSL100 bei der Tkom für...

Hel 18. Apr 2018

Solange es noch überall so viele FunkLöcher gibt, wo nicht mal 3G verfügbar ist, ist 5G...

FreiGeistler 18. Apr 2018

Hä?! Warum? Höhere Frequenzen die weniger weit kommen, mehr Antennen nötig...

toni84 17. Apr 2018

Im Artikel steht: Die Deutsche Telekom etwa schätzt die Kosten für einen...

KOTRET 17. Apr 2018

ah, kannte ich noch nicht. http://www2.tu-ilmenau.de/mediaevent/blog/uploads/2017/2017-05...


Folgen Sie uns
       


Street Fighter 30th Anniversary Collection - Live

Die Spezialmanöver Ha-Do-Ken und Sho-Ryu-Ken sind tief in den Gehirnen von Beat'em-up-Fans verankert. Im Livestream holt sie Golem.de-Redakteur Michael Wieczorek hervor und wird versuchen, sie mit dem neuen Arcade Stick von Lioncast für die Konsole umzusetzen.

Street Fighter 30th Anniversary Collection - Live Video aufrufen
CD Projekt Red: So spielt sich Cyberpunk 2077
CD Projekt Red
So spielt sich Cyberpunk 2077

E3 2018 Hacker statt Hexer, Ich-Sicht statt Dritte-Person-Perspektive und Auto statt Pferd: Die Witcher-Entwickler haben ihr neues Großprojekt Cyberpunk 2077 im Detail vorgestellt.
Von Peter Steinlechner


    Elektroautos: Ladesäulen und die Tücken des Eichrechts
    Elektroautos
    Ladesäulen und die Tücken des Eichrechts

    Wenn Betreiber von Ladestationen das Wort "eichrechtskonform" hören, stöhnen sie genervt auf. Doch demnächst soll es mehr Lösungen geben, die die Elektromobilität mit dem strengen deutschen Eichrecht in Einklang bringen. Davon profitieren Anbieter und Fahrer gleichermaßen.
    Eine Analyse von Friedhelm Greis

    1. WE Solutions Günstige Elektroautos aus dem 3D-Drucker
    2. Ladesäulen Chademo drängt auf 400-kW-Ladeprotokoll für E-Autos
    3. Elektromobiltät UPS kauft 1.000 Elektrolieferwagen von Workhorse

    In eigener Sache: Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht
    In eigener Sache
    Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht

    IT-Profis sind auf dem Arbeitsmarkt enorm gefragt, und die Branche hat viele Eigenheiten. Du kennst dich damit aus und willst unseren Lesern darüber berichten? Dann schreib für unser Karriere-Ressort!

    1. Leserumfrage Wie sollen wir Golem.de erweitern?
    2. Stellenanzeige Golem.de sucht Redakteur/-in für IT-Sicherheit
    3. Leserumfrage Wie gefällt Ihnen Golem.de?

      •  /