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Verfügbarkeit und Fazit

Eine typische Auseinandersetzung besteht aus einer Umrundung des gegnerischen Lagers, einer Handvoll Hinterhalte und einem glorreichen Finale gegen die immer noch starken Anführer. Das ist dynamischer als die die zähen Overwatch-Orgien von Xcom 1, und es bleibt übersichtlicher als die ausladenden Schlachtfelder von Xcom 2.

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Das Programm ist also nicht unbedingt schwierig, aber gefährlich. Es bestraft Fehler. Wenn wir ohne Schleichen spielen, wenn wir nicht sorgfältig abzählen, welchen Gegner wir sicher in einer Runde ausschalten können und welchen nicht, dann kriegen wir ernsthafte Probleme.

Die Kampagne von Mutant Year Zero ist zwischen 15 und 20 Stunden lang. Das liegt allerdings auch daran, dass anders als in Xcom das langwierige Aufdecken der Umgebungen entfällt - in Echtzeit läuft das einfach flotter. Es gibt drei Schwierigkeitsgrade. Mit Geduld und Methode, mit einem Gespür für Trefferchancen, Schadenswerte und Hörreichweiten ist zumindest der voreingestellte mittlere Schwierigkeitsgrad gut zu bewältigen. Wer nicht planen mag, der darf bei jeder Gelegenheit und in jeder Kampfrunde abspeichern.

Viel Spaß macht auch das einfache Entdecken der Welt. Sie sieht auch in schräger Draufsicht faszinierend aus. Idyllisch überwucherte Ruinen gab es in den letzten Jahren in vielen Spielen zu bestaunen. Hier überzeugt jede der aufgereihten Maps mit handgebastelten Ruinen, die tragische kleine Geschichten vom Ende der Menschheit erzählen.

Immer wieder hübsch ist, wenn die Reste unserer Gesellschaft von den staunenden Mutanten als mächtige Artefakte bestaunt werden. Die englischen Sprüche (deutsch ist nur der Text) sind durchaus witzig. Die meiste Zeit aber ist selbst das wenige Gesprochene noch zu viel. Statt miteinander zu reden, erklären Charaktere sich und ihre Motivation, als würden sie ein Charakterblatt in der Rollenspielrunde vorlesen.

  • So schön blüht die Welt nach dem Untergang. (Bild: The Bearded Ladies/Screenshot: Golem.de)
  • In den Kisten warten wichtige Waffen und Ausrüstungsstücke. (Bild: The Bearded Ladies/Screenshot: Golem.de)
  • In den Kämpfen zeigt Mutant Year Zero den hohen Detailgrad der Figuren. (Bild: The Bearded Ladies/Screenshot: Golem.de)
  • Warum wurden diese Häuser in die Länge gebaut? Es macht Spaß, die Ruinen durch die Augen der Mutanten zu entdecken. (Bild: The Bearded Ladies/Screenshot: Golem.de)
  • Um die roten Linien der Wahrnehmung müssen wir herumschleichen, dann klappt es mit dem Hinterhalt. (Bild: The Bearded Ladies/Screenshot: Golem.de)
  • In der Arche können wir die Ausrüstung verbessern. (Bild: The Bearded Ladies/Screenshot: Golem.de)
  • Dieser heisere Dampfplauderer ist der Chef der Arche. (Bild: The Bearded Ladies/Screenshot: Golem.de)
  • Der Talentbaum ist simpel, bietet aber interessante Optionen. (Bild: The Bearded Ladies/Screenshot: Golem.de)
  • Gute Ausrüstung ist rar - und überlebensnotwendig. (Bild: The Bearded Ladies/Screenshot: Golem.de)
Um die roten Linien der Wahrnehmung müssen wir herumschleichen, dann klappt es mit dem Hinterhalt. (Bild: The Bearded Ladies/Screenshot: Golem.de)

Dezent nervig sind Sequenzen in der Basis, der Arche. Hier wartet der Älteste darauf, uns bei jeder Gelegenheit quälend langsam den Stand der Geschichte zu erzählen. Auch die Inhaber von Kneipe, Werkstatt und Laden haben neben interessanten Upgrades für Helden und Ausrüstung schlecht geschriebene Monologe in petto, die wir straflos ignorieren dürfen. Hier gibt es ohnehin selten Infos, die wir uns nicht längst denken können.

Mutant Year Zero ist als Download für Windows-PC, Playstation 4 und Xbox One erhältlich, der Preis liegt bei rund 40 Euro. Die Xbox-Version ist in Microsofts Gamepass-Angebot enthalten, für Abonnenten also ohne weitere Kosten spielbar. Getestet wurde das Spiel auf einem PC, die Systemanforderungen sind moderat.

Fazit

Mutant Year Zero ist ein elegantes Spiel, das eine Reihe fordernder Taktikrätsel in einer stimmigen Ruinenwelt platziert. Es zwingt uns immer wieder dazu, neue Tricks zu lernen, die Helden mit ihrer Ausrüstung und den Mutationen neu aufeinander abzustimmen und uns auf neue Gegner mit gefährlichen Fähigkeiten einzustellen.

Die Kampagne fühlt sich trotz der schwachen Story kurzweilig an, weil sie sich weniger wiederholt als andere Taktikspiele. Nur gegen Ende werden einige Gegner mit langen Lebensenergiebalken etwas zäh. Sonst ist Mutant auch für einen zweiten Durchgang gut, denn die Kombinationen aus Helden und Mutationen sind nach dem Abspann noch nicht ausgereizt; außerdem wartet auch noch der höchste Schwierigkeitsgrad.

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 Mutant Year Zero im Test: Xcom plus postnukleare Ente
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FlyingDaedalus 20. Dez 2018

25% Chance dass der Schuss daneben geht, wieso überrascht dies?

ElMario 14. Dez 2018

Das war damals mein absolutes Lieblingsspiel fieses Generes...noch vor Xcom...aber hinter...

gema_k@cken 14. Dez 2018

Story ist (mir) wichtig.


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