Abo
  • Services:

Mustang GT: Fenders smarte Amps lassen sich einfach kapern

Die Mustang-GT-Verstärker von Fender bieten dank digitaler Emulation toll klingenden Sound, Internetanbindung und eine Bluetooth-Verbindung mit Smartphones. Diese ist offenbar ungesichert, weshalb Gitarristen andere Musik untergejubelt werden kann. Auch Presets sollen sich ändern lassen.

Artikel veröffentlicht am ,
Fenders Mustang-GT-Verstärker haben offenbar ein Problem mit der Sicherheit der Bluetooth-Verbindung.
Fenders Mustang-GT-Verstärker haben offenbar ein Problem mit der Sicherheit der Bluetooth-Verbindung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Der Blogger Chris Pritchard von Pen Test Partners hat herausgefunden, dass Fenders digitale Gitarrenverstärker der Mustang-GT-Serie ein für Musiker unangenehmes Problem haben: Die vom Amp genutzten Bluetooth-Verbindungen sind nicht gesichert. Das bedeutet, dass Gitarristen beim Spielen gestört werden können, was besonders bei Konzerten fatale Folgen haben kann.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, München, Rheinbach, Leipzig
  2. über duerenhoff GmbH, Raum Augsburg

Die Mustang-GT-Modelle können per Bluetooth-Verbindung einfach als Lautsprecher benutzt werden - etwa für die Wiedergabe von Musik. Leider hat Fender die Verbindungsroutine offenbar komplett ohne Sicherheitshürden verbaut, also beispielsweise darauf verzichtet, am Verstärker eine Taste drücken zu müssen. Daher kann Pritchard zufolge jeder, der über ein Gerät mit Bluetooth verfügt, den Amp als Lautsprecher verwenden und eigene Audiodateien einspielen.

Unangenehm wäre das, wenn beispielsweise dem Musiker auf einem Konzert ein Musikstück auf seinen Verstärker gelegt wird. Der Gitarrenklang würde dann stummgeschaltet. Pritchard demonstriert das in einem Video mit Rick Astleys Never Gonna Give You Up - er wird klassisch gerickrolled. Für einen Verstärker, der vom Hersteller als bühnentauglich vermarktet wird, wäre das eine große Nachlässigkeit.

Ein tiefer gehender Eingriff ist die Änderung von Nutzer-Presets, die wegen fehlender Absicherung offenbar ebenfalls über fremde Bluetooth-Zugriffe ohne vorhergehendes Pairing möglich ist. So kann Pritchard eigenen Angaben zufolge ein komplett neues Setting per Bluetooth an den Verstärker schicken: In einem Video ersetzt er einen cleanen Sound durch ein Fuzz, was entsprechend komplett anders klingt. Ebenfalls möglich ist es, die Stimmfunktion zu aktivieren, was den Gitarrenklang stummschaltet.

Pritchard empfiehlt, die Mustang-GT-Verstärker aktuell nicht für Auftritte zu verwenden, solange die Bluetooth-Funktion aktiviert ist. Gitarristen, die während eines Gigs eine Setlist mit Einstellungen auf einem Tablet oder Smartphone abrufen wollen - was praktisch ist -, würden ohne Bluetooth dieser Funktion beraubt.

Eine Möglichkeit ist, die ID des Verstärkers von "Mustang GT" auf einen nicht so einfach zu identifizierenden Namen zu ändern. Zu hoffen bleibt, dass Fender das Problem mit einem Software-Update behebt.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,49€
  2. 32,99€
  3. 24,99€
  4. 32,95€

AllDayPiano 28. Feb 2018

Da wäre ne Speaker Sim nicht schlecht. Gibt für 200 Euro ein mega Teil von Mooer. So...

Apfelbrot 27. Feb 2018

Das Gerät ist ein Wohnzimmer Übungsamp, und mehr nicht. Da interessiert das auch keinen...

wonoscho 27. Feb 2018

Dazu Bracht es diese Verstärker nicht. Für dieses Problem gibt längst eine allseits...


Folgen Sie uns
       


Sechs Bluetooth-Hörstöpsel im Test

Wir haben sechs neue Bluetooth-Hörstöpsel getestet. Mit dabei sind Modelle von Sennheiser, Audio Technica, Master & Dynamic sowie HMD Global. Aber auch zwei Modelle kleinerer Startups sind vertreten. Und eines davon hat uns bezüglich der Akkulaufzeit sehr überrascht. Kein anderer von uns getesteter Bluetooth-Hörstöpsel hat bisher eine vergleichbar lange Akkulaufzeit zu bieten - wir kamen auf Werte von bis zu 11,5 Stunden statt der sonst üblichen drei bis fünf Stunden.

Sechs Bluetooth-Hörstöpsel im Test Video aufrufen
Thyssen-Krupp Testturm Rottweil: Herr Fetzer parkt die Aufzugkabine um
Thyssen-Krupp Testturm Rottweil
Herr Fetzer parkt die Aufzugkabine um

Ohne Aufzüge gäbe es keine Hochhäuser. Aber inzwischen sind Wolkenkratzer zu hoch für herkömmliche Systeme. Thyssen-Krupp testet derzeit einen neuartigen Aufzug, der beliebig hoch fahren kann. Inspiriert ist er vom Paternoster und dem Transrapid. Wir waren im Testturm.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Ceramic Speed Hätte, hätte - Fahrrad ohne Kette
  2. Geheimdienste und Bundeswehr Masterstudiengang für Staatshacker gestartet
  3. Sonitus Technologies Zahnmikrofon sorgt für klare Kommunikation

Pauschallizenzen: CDU will ihre eigenen Uploadfilter verhindern
Pauschallizenzen
CDU will ihre eigenen Uploadfilter verhindern

Absurder Vorschlag aus der CDU: Anstatt die Urheberrechtsreform auf EU-Ebene zu verändern oder zu stoppen, soll nun der "Mist" von Axel Voss in Deutschland völlig umgekrempelt werden. Nur "pures Wahlkampfgetöse" vor den Europawahlen, wie die Opposition meint?
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Europawahlen Facebook will mit dpa Falschnachrichten bekämpfen
  2. Urheberrecht Europas IT-Firmen und Bibliotheken gegen Uploadfilter
  3. Uploadfilter Fast 5 Millionen Unterschriften gegen Urheberrechtsreform

Uploadfilter: Voss stellt Existenz von Youtube infrage
Uploadfilter
Voss stellt Existenz von Youtube infrage

Gut zwei Wochen vor der endgültigen Abstimmung über Uploadfilter stehen sich Befürworter und Gegner weiter unversöhnlich gegenüber. Verhandlungsführer Voss hat offenbar kein Problem damit, wenn es Plattformen wie Youtube nicht mehr gäbe. Wissenschaftler sehen hingegen Gefahren durch die Reform.

  1. Uploadfilter SPD setzt auf Streichung von Artikel 13
  2. Uploadfilter Koalition findet ihren eigenen Kompromiss nicht so gut
  3. Uploadfilter Konservative EVP will Abstimmung doch nicht vorziehen

    •  /