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Musk räumt Missverständnis ein: Apple plante keinen Rauswurf der Twitter-App

Nach einem Treffen zwischen Twitter-Eigentümer Elon Musk und Apple-Chef Tim Cook bleibt unklar, ob Apple das Werbebudget für Twitter stark verringert hat.
/ Ingo Pakalski
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Elon Musk und Tim Cook haben miteinander gesprochen. (Bild: Reuters)
Elon Musk und Tim Cook haben miteinander gesprochen. Bild: Reuters

Der von Elon Musk heraufbeschworene Konflikt mit Apple ist schon wieder beigelegt. Diese Woche hatte der neue Twitter-Eigentümer behauptet, Apple habe damit gedroht, Twitter aus dem App Store zu werfen . Als Reaktion darauf gab es ein Treffen zwischen Elon Musk und Apple-CEO Tim Cook auf dem Apple-Campus, berichtet Musk auf Twitter(öffnet im neuen Fenster) .

Musk hatte laut eigenen Angaben ein "gutes Gespräch" mit Tim Cook. Demnach handelte es sich bei seiner Annahme, dass Apple Twitter aus dem App Store werfen wolle, um ein Missverständnis. Tim Cook habe Musk erklärt, "dass Apple dies nie in Erwägung gezogen" habe. Unklar bleibt, wie Musk darauf gekommen ist, dass es solche Überlegungen bei Apple gegeben hätte.

Musk hatte diese Woche zudem behauptet, Apple habe die meiste Werbung auf der Twitter-Plattform eingestellt . Ob das der Wahrheit entspricht, ist unklar. Es ist nicht bekannt, ob Musk und Cook bei ihrem Treffen auch darüber sprachen. Nach Informationen der Washington Post ist Apple der wichtigste Werbekunde von Twitter.

Apple ist großer Werbekunde von Twitter

Nach Angaben der US-Zeitung hat Apple im ersten Quartal dieses Jahres 48 Millionen US-Dollar für Werbung auf Twitter ausgegeben. Diese Werbeausgaben sollen einem Anteil von vier Prozent des kompletten Umsatzes bei Twitter entsprechen. Nähere Details liegen dazu nicht vor.

Elon Musk übernahm Twitter am 28. Oktober 2022 und entließ innerhalb einer Woche die Hälfte der Belegschaft. Bei 3.738 Mitarbeitern wurden am 4. November 2022 alle Zugänge zu Twitter abgeschaltet und sie erhielten die Kündigung. Zuvor waren 7.500 Menschen bei Twitter beschäftigt, nach der Entlassungswelle waren nur noch 2.700 Angestellte übrig.

Situation bei Twitter

Nach dem Ausscheiden zahlreicher verantwortlicher Mitarbeiter bei Twitter gab es Spekulationen, dass das Unternehmen unter anderem seine Verpflichtungen nach der EU-Datenschutz-Grundverordnung nicht mehr erfüllen könnte. Die Entlassungen in der Europa-Zentrale in Dublin könnten zudem dazu führen, dass der Standort nicht mehr ausreicht, um die Zuständigkeit der irischen Datenschutzbehörde festzulegen.

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Als Reaktion darauf drohte EU-Kommissarin Vera Jourová Twitter mit hohen Geldstrafen, wenn das Unternehmen die Standards der EU künftig nicht mehr einhalte . Twitter müsse auch unter seinem neuen Eigentümer Elon Musk die Plattformregeln der EU akzeptieren, die Nutzer vor Desinformation, Hassrede und terroristischen Inhalten schützten.

Jourová verwies auf den Digital Services Act der EU, der zum 16. November 2022 in Kraft trat und Sanktionsmöglichkeiten vorsieht – bei willentlichen Verstößen etwa Geldstrafen in Höhe von bis zu sechs Prozent des Jahresumsatzes. "Wir werden – wenn nötig – nicht davor zurückschrecken, wiederholt von diesem Instrument Gebrauch zu machen" , betonte Jourová.


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