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Musikstreaming: Wer kennt eigentlich noch Last.fm?

Einst war Last.fm die beliebteste Musikplattform im Netz. Doch seit seinem Verkauf 2007 verliert der ehemalige Streamingdienst an Relevanz. Er ist mittlerweile nur noch etwas für Nostalgiker und wird das, trotz Bemühungen der Betreiber, wohl auch bleiben.

Artikel von Katharina Leuck veröffentlicht am
Musikdienste im Netz: Last.fm ist abgehängt.
Musikdienste im Netz: Last.fm ist abgehängt. (Bild: Michael Dorausch/Flickr)

Es gab Zeiten, da war das Last.fm-Profil für den im Netz beheimateten Musiknerd eins der wichtigsten Aushängeschilder des persönlichen Musikgeschmacks. Mit Hilfe des Scrobblers, der jeden vom Nutzer in Mediaplayern wie iTunes oder Winamp gehörten Song analysierte, erstellte die 2002 gegründete Plattform mit Community-Charakter personalisierte Empfehlungen aus Musik, Playlists und interessanten Menschen.

Inhalt:
  1. Musikstreaming: Wer kennt eigentlich noch Last.fm?
  2. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?
  3. Einstige Gründer basteln an Last.fm-Evolution

Seit Last.fm 2007 für 280 Millionen US-Dollar an die amerikanische CBS Corporation verkauft wurde, hat das Angebot des in London ansässigen Unternehmens nur wenige Neuerungen erfahren. Mit dem Aufkommen größerer Streaminganbieter verlor Last.fm immer weiter an Relevanz. Nach großen Verlusten stellte die Plattform 2014 schließlich das eigene Streamingangebot ein und konzentrierte sich stattdessen auf Kooperationen mit Spotify, Youtube und Vevo.

Durch einen aufwendigen Relaunch der Last.fm-Seite im Sommer 2015 versuchte man, alte Nutzer zu halten und neue anzulocken. Jedoch ist das Netzwerk heute nur noch für Nostalgiker und Statistik-Nerds interessant. Der Mainstream-Nutzer, dem es in erster Linie darum geht, möglichst bequem neue Musik zu hören, ist längst zu Plattformen wie Spotify abgewandert - hauptsächlich, weil diese alle relevanten Musikentdecker-Features aus einer Hand bieten.

Fokus auf Daten

Das Last.fm-Radio ist tot. Seit der Einstellung des Streamingangebots konzentriert sich Last.fm vor allen Dingen auf die durch das Scrobbeln generierten Daten. Das spiegeln auch die neuen Funktionen wider, die seit dem Relaunch die Nutzer halten sollen. Das einstige Dashboard zeigt im Live-Bereich nun in Echtzeit mit Hilfe eines Counters, eines Streams und einer Weltkarte, welche Songs gerade wo auf der Welt gescrobbelt werden, welche Künstler im Trend liegen und welcher Nutzer gerade welchen Song hört. Dazu zeigt der neue Home-Feed auf Basis der Scrobbles persönliche Musikempfehlungen an, wenn man angemeldet ist.

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Besonders beliebt ist laut Last.fm die neue Library-Funktion, die es eingeloggten Nutzern ermöglicht, auf ihre komplette, gescrobbelte Musikhistorie zuzugreifen. So können Nutzer in ihren musikalischen Erinnerungen schwelgen und zum Beispiel sehen, welchen Song sie hörten, als sie vor Jahren an der Diplomarbeit verzweifelten und welchen Song sie daraufhin neu entdeckten. Sozusagen der echte "Soundtrack of your Life". Und ja, es ist schon nett, sich für einige Momente in der Vergangenheit zu verlieren. Die Frage ist nur, ob man nicht lieber in der Gegenwart leben möchte.

Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? 
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KikiMiMi 30. Aug 2016

Ich vermisse es auch. Was mache ich denn, wenn ich kein Spotify installieren kann (oder...

zilti 06. Mär 2016

Der Desktopclient von GOG, GOG Galaxy, erfasst die Spielzeit.

.headcrash 04. Mär 2016

Also wenns Dir um das entdecken weniger etablierter Bands geht, möchte ich Dir Music Map...

Anonymer Nutzer 02. Mär 2016

Naja, was heißt nicht durchgesetzt? Orkut war in Südamerika und Asien sehr erfolgreich...


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