Musikstreaming: Twitter kauft Teil von Berliner Soundcloud

Das Berliner Startup Soundcloud hat einen größeren Anteil an Twitter verkauft. Einige Jahre zuvor war ein Übernahmeversuch des Musikstreamingdienstes durch Twitter gescheitert.

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Soundcloud könnte bald Teil von Twitter sein.
Soundcloud könnte bald Teil von Twitter sein. (Bild: Soundcloud)

Twitter soll einen Anteil an Soundcloud erworben haben. Das berichtet das Onlinemagazin Recode unter Berufung auf informierte Kreise. Bei der Finanzierungsrunde wurde der Musikstreamingdienst mit 700 Millionen US-Dollar bewertet. Twitter soll 70 Millionen US-Dollar für den Anteil ausgegeben haben.

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Twitter-Chef Jack Dorsey hat Recode bestätigt, dass der Kurznachrichtendienst seit Anfang des Jahres einen Anteil an Soundcloud besitzt. Angaben zur Höhe der Investition und den Konditionen machte er nicht.

"Anfang dieses Jahres haben wir über Twitter Ventures eine Investition in Soundcloud gemacht, um einige unserer Pläne mit Kreativen zu unterstützen", sagte er Recode. "Sie waren im Laufe der Jahre bereits großartige Partner für uns und ihr communitybasierter Ansatz ähnelt uns in vielerlei Hinsicht."

Twitter hatte immer wieder versucht, Musikstreamingdienste zu kaufen. Mit den Übernahmen will das Unternehmen die Verweildauer der Nutzer auf seiner Plattform erhöhen.

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Über Verkaufsverhandlungen zwischen Twitter und Soundcloud wurde im Mai 2014 berichtet. Es sei aber eine endgültige Entscheidung gegen die Übernahme gefallen. Das Berliner Unternehmen ermöglicht es Nutzern, Audiodateien kostenlos hochzuladen und mit anderen Nutzern zu teilen.

Twitter will Musikstreaming

Twitters Pläne, Soundcloud zu erwerben, wurden nach internen Meinungsverschiedenheiten über die Rentabilität der Audiowerbung und Sorgen um Urheberrechtsprobleme aufgegeben. Hinter Soundcloud stehen die Investoren Union Square Ventures, Index Ventures und Kleiner Perkins.

Twitter hatte laut einem unbestätigten Bericht vom Juni 2014 auch ein Übernahmeangebot für Spotify geprüft. Der Wert von Spotify lag Ende 2013 bei 4 Milliarden US-Dollar. Der Kurznachrichtendienst ist an der Börse unter Druck, weil sich das Nutzerwachstum verlangsamt hat.

Twitter interessierte sich auch für eine Übernahme von Pandora, ein Unternehmen im Wert von 5 Milliarden US-Dollar. Twitter hatte mit einem eigenen Musikdienst, Twitter Music, experimentiert, das Angebot aber im März 2014 wieder geschlossen.

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